Tsunami Selbstversuch

Shownotes

In dieser Folge nimmt uns Reporter Vincent Dehler mit nach Japan, einem geologisch extrem aktiven Knotenpunkt der Erde. Wir sprechen über seinen Tsunami-Selbstversuch, echte Erdbeben und warum Panik der schlechteste Ratgeber ist. Die Themen der Episode im Überblick: • [00:00] Intro: Wenn der Fluchtinstinkt kickt. • [00:02] Das echte Beben: Nachts im Hotelzimmer in Tokio. • [00:08] Zu Besuch bei Professor Arikawa: Tsunami-Forschung hautnah. • [00:11] Der Aufbau des Testzentrums: 10.000 Liter Wasser warten. • [00:17] Der Selbstversuch Teil 1: Die 30-Zentimeter-Welle. • [00:20] Der Selbstversuch Teil 2: Doppelte Höhe, vierfache Kraft. • [00:24] Hightech-Rettung: Wie Apps im Ernstfall navigieren. • [00:26] Das "Disaster Center": Erdbeben-Simulator für Kinder. • [00:29] Notfallrucksack & Co: Wie gut ist Vincent vorbereitet? • [00:35] Im Rüttel-Raum: Verhaltenstraining unter dem Tisch. • [00:41] Fazit: Better safe than sorry. Weiterführende Links & Infos: • Video zum Tsunami-Experiment auf Joyn: https://www.youtube.com/watch?v=uwz2U6WKus • Mehr Infos zu Tsunami Vorsorge: https://www.o-2.jp/de/tsunami/ • Empfehlungen des BBK für Notfallvorrat (Deutschland): https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/Bevorraten/bevorratennode.html


Transkript anzeigen

00:00:01: Trotz Vorbereitung, trotz Einzelnen.

00:00:03: du weißt was passiert.

00:00:04: In dem Moment wo diese Klappen da aufgehen und du siehst das Wasser auf dich zukommen hast du so wirklich zum panischen Fluchtinstinkt der dir eigentlich schnell sagt rennen und dann geht es auch irgendwie ganz schnell.

00:00:15: Ich kann mich hinstellen!

00:00:35: Es kommt einfach wirklich eine Gewalt die

00:00:37: die Beine einfach wegzieht

00:00:39: und kannst nichts dagegen machen.

00:00:41: Ihr hört Reporter Vincent Dehler in Japan als Tsunami-Testperson.

00:00:46: Japan hat so viele Erdbeben, weil es an einem geologisch extrem aktiven Knotenpunkt mehr rarer Erdplatten liegt.

00:00:52: Zum Schutz setzen sie auf strenge Bauvorschriften, Hightech Frühwarnsysteme und ständige Vorbereitung der Bevölkerung.

00:01:00: Deshalb gibt es Katastrophenvorbeugungcenter und Forschungseinrichtungen für Tsunamiprävention Die Auswirkungen haben.

00:01:08: eigenen Life spüren um nicht überrascht zu sein Nicht den Pane zu geraten, sondern notfallrichtig zu handeln.

00:01:14: Das ist das Ziel dieser Katastrophenschutzübungen.

00:01:18: Wie sich das anfühlt?

00:01:20: Das dürfte auch Winzen am eigenen Leib erfahren und davon wird uns heute erzählen!

00:01:24: Ich bin Helden der Willkommen bei Galileo Experience.

00:01:31: Wir

00:01:33: kommen in unserem Studio wieder.

00:01:36: Du bist jemand, der Dinge macht einfach Und du bist auch jemand, den man anruft.

00:01:40: Wenn man Dinge gemacht haben will bzw.

00:01:42: wenn man Dinge getestet haben will.

00:01:44: Ich mag das schon, wenn Du Sachen erleidest.

00:01:48: Also ich mag Dir gerne dabei zu schauen weil ich auch mitbekomme dass es sich dann schon angeht und dass man dir anmerken kann wie Du mit solchen Sachen umgehst.

00:01:57: Ich habe eine Frage.

00:01:58: Bist Du ein Prokrastinierer?

00:02:02: Ich bin sehr gut da drin im Dinger aufschieben obwohl ich weiß ja, dass es eigentlich schnell gemacht werden muss.

00:02:08: Das stimmt schon her!

00:02:09: Weil wenn wir gleich über diese Geschichte sprechen, dann konnte Tokio oder Japan an sich es sich nicht leisten Sachen aufzuschieben.

00:02:17: Sondern die musste sehr schnell sich um Dinge kümmern und das haben sie meiner Meinung nach sehr gut hinbekommen.

00:02:23: Und wie Sie das so mit ihm bekommen?

00:02:24: Das klären wir mal jetzt.

00:02:27: Die Reise ging los wie immer in München und gar nicht... Also wir wussten ja was wir vorhaben aber dass ist denn tatsächlich so akut wird?

00:02:36: oder dass diese Thematik Zunami, Erdbeben sozusagen auf einmal wirklich auch in unserem Drehalltag immer eine Rolle spielte.

00:02:47: War uns gar nicht so bewusst oder damit rechnet man ja nicht?

00:02:50: Also das ist ja nichts wo du sagst ach gerade irgendwie ruckelt die Erde in Japan.

00:02:55: lass doch mal dieses Thema machen.

00:02:57: Sondern es war tatsächlich eher Ja weiß ich wenn man so möchte blöder Zufall dass Bevor wir in dieses Tsunami-Testzentrum gefahren sind oder bevor wir quasi den Dreh starten wollten, in der Nacht vorher wirklich die Erde ruckelt und die Erde bebt.

00:03:16: Du

00:03:16: warst im Hotel?

00:03:18: Genau!

00:03:18: Wir waren im Hotel, wir waren im dritten Stock.

00:03:22: Und also der Moment das du bewusst realisierst Die Erde wackelt und das bist nicht du.

00:03:28: was dir gerade einbildet Ist irgendwas mit dir oder irgendwie keine Ahnung, habe ich zu wenig getrunken?

00:03:34: Oder träumig.

00:03:36: Das ist ganz seltsam was da in einem vorgeht das zu realisieren dass man gerade der Natur im Prinzip völlig ausgeliefert ist.

00:03:44: Hattest du Angst in der Situation weil ich meine die wenige je bin ich weiß nicht wie viel Erdbeben du schon erlebt hast Nicht

00:03:50: viele also bewusst tatsächlich so das zu realizieren vielleicht auch mit dem Bewusstsein, dass wir am nächsten Tag quasi das Vorhaben haben.

00:03:58: Also das war die erste Wahl!

00:03:59: Was ironisch,

00:04:00: gell?

00:04:00: Ja was ironisch und ist auch ein bisschen seltsam dann tatsächlich zu realisieren weil es ist nicht so, dass du wach wirst, weil es waren nachts, dass die Erde irgendwie wackelte... Und es ist nichts, was du aufwachst.

00:04:11: Oh Gott, ich will den Erdbeben.

00:04:13: Das hat zum Beispiel bei Markey also quasi unsere Local Producerin, die vor Ort ist, die uns die Drehs vor Ort geholfen hat zu organisieren und die übersetzt, bei der war das zum Beispiel so.

00:04:23: Die ist wach geworden, hat sich gedacht Erdbeben und hat sofort in die WhatsApp-Prope geschrieben.

00:04:29: Und bei uns als deutsches Team und jetzt auch demfalls auch bei mir ich bin wachgeworden und dachte hell was ist denn jetzt los?

00:04:38: Das ist ja auch nur eine Sache von Sekunden in dem Moment aber bis dein Körper und dein Geist realisiert was hier gerade passiert, das hat bei mir ganz lange gedauert sodass sie mich erstmal selber hinterfragt habe Was hab ich irgendwie?

00:04:50: Ist mir schwummerig vor den Augen?

00:04:52: oder was ist passiert?

00:04:53: so, war der letzte Sake vom Abend irgendwie schlecht.

00:04:56: Keine Ahnung.

00:04:57: Das hat ein bisschen gedauert und dann guckst du dich um im Zimmer und du siehst das der Vorhang wackelt.

00:05:03: Und das war der Moment wo ich dachte, Moment mal!

00:05:07: Das Zimmer wackelt nicht ich.

00:05:08: Was hast

00:05:09: du lange gemacht?

00:05:10: Also ich kenne die Regel stelle ich in dem Türrahmen... Ja, also

00:05:16: es war jetzt nicht so dass quasi das komplette Zimmer von A nach B geschüttelt wurde, oder du selber von a nach b geschückelt wurdest.

00:05:24: Sondern das war so ein... ja letztendlich wie so ein bisschen so ein Gefühl wenn man auf einem Schiff ist und danach denkt man ja manchmal man schwankt noch so dass nun ein bisschen schneller Und dann ist es aber auch schon wieder vorbei.

00:05:39: also ich lag die ganze Zeit im Bett.

00:05:40: Ich bin nicht aufgestanden und dachte genau gehen den Türrahmen weil das irgendwie ne mit des sicherste Ort ist.

00:05:48: Das hatte ich in dem Moment gar nicht.

00:05:49: Es war eigentlich schon wieder vorbei, wo ich realisiert habe was passiert ist und dann hab' ich mein Handy genommen, hab' schon gesehen das eben Maki in dem moment schon geschrieben hat und es wohl auch relativ schnell ging dass die japanischen Nachrichten darauf reagiert haben und dann auch direkt letztendlich eine Art Live-Bild sozusagen im Fernsehen irgendwie war, wo Nachrichtensprecher darauf hingewiesen haben und dann hab ich das erst realisiert, was los ist.

00:06:22: Und nachdem dann aber tatsächlich wie gesagt, ich mein es war mitten in der Nacht, weiß nicht zwei drei Uhr vier Uhr oder sowas habe mir es da noch gar nicht großartig gesorgt hat drüber gemacht weil mir vielleicht ja auch die Tragweite nicht bewusst war oder so und ich dachte Ja gut jetzt ist er vorbei.

00:06:36: Ich bin müde mach' die Augen wieder zu Weil nächsten Tag bis Jahr arbeiten so.

00:06:40: Als du dann am nächsten Tag unterwegs warst hattest du das Gefühl die Stadt Also fühlte die sich noch durchgeschüttelt an oder?

00:06:48: Nein,

00:06:48: das ist den völlig

00:06:50: normal.

00:06:51: Das ist erstaunlich hier.

00:06:53: Ja genau weil du hast natürlich... Du bist ja in einem Gebiet wo Japan weiß mit Erdbeben umzugehen.

00:06:58: Das passiert auch mehrfach am Tag ohne dass man es merkt, dass die Erde sich bewegt und die Erde leicht biebt.

00:07:06: Es wird natürlich immer dann heikel wenn dir das Erdbäben eine gewisse Stärke hat oder das Seebänen je nachdem Und dadurch werden quasi weitere Folgen ausgelöst, in dem Fall Seebeben und ein Tsunami wird quasi ausgelösst.

00:07:23: Das sind ja erst die Folgen, die dann quasi letztendlich auch spürbar sind.

00:07:28: oder natürlich eine Erdbeben wenn halt wirklich Häuser einstürzen

00:07:32: etc.,

00:07:33: das sind natürlich Dinge, die merkst du da natürlich auch im Alltag.

00:07:36: aber so bei diesem Beben auch jetzt in Tokio war es ja.

00:07:39: in dem fall hast Du von dem in dem Alltag gar nichts gemerkt.

00:07:44: dass Weiß ich nicht, dass das ein Thema ist.

00:07:46: So ne?

00:07:47: Das wäre ja ein großes Thema wenn jetzt hier in München die Erde bebt und der ganzen Stadt würde es merken egal

00:07:54: wo.

00:07:56: Ich kenne Deutschland wenig Erdbebenforscher, ich kenne kein Tsunami-Forscher aber das sind natürlich fast ganz anderes.

00:08:02: Man sagt ja er hat zu einer ziemlichen Korrifere gefahren.

00:08:05: Ja genau.

00:08:06: Der heißt Taru

00:08:08: Arikawa.

00:08:09: Professor Arikava das ist so eine der führenden auf dem Gebiet der Tsunami-Forschung oder Erdbebenforschung, wenn man so möchte.

00:08:20: Einfach natürlich aus dem Grund dass man mit dieser Thematik sich viel mehr befassen muss weil es halt eben vielmehr im Alltag der Menschen ist und den durften wir besuchen.

00:08:32: Der Professor an der Uni, ich glaube Chuo, wenn ich das richtig ausspreche Universität in Tokio, der auch aus einem persönlichen Grund Das macht.

00:08:42: Also der hat auch ein persönliches Interesse daran, nicht nur zu sagen es ist wichtig dass wir junge Menschen Studierende quasi darüber aufklären oder das wir nachwuchsbrauchen in dieser Branche sondern die auch selber vor fünfzehn Jahren zusehnt elf gemerkt hat, dass es größere und bessere Maßnahmen gibt aber braucht um besser vorbereitet zu sein.

00:09:08: also am elfen März Das war ein Seebeben, das hat einen Tsunami ausgelöst.

00:09:16: Ich glaube bis zu zehn Meter hohe Wellen die da aufhört sind

00:09:19: habe ich gelesen, aber mag sein und die Sache ist ja damals hat er noch an so Wellen geforscht als an so Mauern geforsht, die diese Welle aufhalten sollen um festzustellen dass sie wenig bringen

00:09:31: und hat

00:09:32: daraufhin seine Forschung eigentlich nochmal komplett umgekrempelt gesagt ich muss eine gute Lösung finden

00:09:39: Was auch so ein bisschen, wovon ich ja großer Fan bin.

00:09:45: Einfach diese japanische Mentalität widerspiegelt.

00:09:48: Aber die Gesellschaft hat einen großen Wert in meinem persönlichen Radius sozusagen.

00:09:54: Ich gucke nicht nur nach mir selber sondern ich gucke nach der Gesellschaft.

00:09:56: was kann ich der Gesellschaft zurückgeben?

00:09:59: Das haben natürlich Lehrende... Personen immer, glaube ich so ein bisschen mehr als andere die sagen okay wir müssen quasi andere darüber in Kenntniss setzen oder wir müssen aufklären.

00:10:08: Wir müssen Leuten jungen Menschen irgendwie beibringen.

00:10:11: wie können wir quasi Was kann nicht meinissen weitergeben?

00:10:16: Aber das hat glaube ich die japanische Gesellschaft noch mal ein bisschen meer dass Nicht nur das individuum zählt sondern dass die ganze gesellschaft zählt und dementsprechend auch für ihn wichtig war.

00:10:26: Ich habe das persönlich erlebt ich habe gesehen dass unsere schutzmaßnahmen intensiviert werden müssen und dementsprechend, also werde ich mich nochmal quasi auch selber überdenken was kann ich tun um der japanischen geselfhaft quasi noch weiter zu helfen.

00:10:43: Also bei diesem bei dem sebeben und dem tsunami gab es auch mal einen vorfall an einem atomkraftwerk.

00:10:51: Fukushima klingelt glaube ich bei vielen leuten was da so passiert ist.

00:10:55: Auch darüber hast du schon mal einen Beitrag gemacht und auch ein Podcast gehabt.

00:10:59: Und ich erinnere mich daran, dass du immer wieder gesagt hast die Menschen können sehr schnell wieder nach vorne blicken.

00:11:04: Also man kann ja nun an so einem Ding sehr einfach zerbrechen gerade wenn Menschen sterben, die man liebt.

00:11:12: Und die kriegen das aber hin wieder auf die Spur zu kommen.

00:11:16: Und vielleicht ist es ein gutes Beispiel der Professor über dem wir gleich sprechen werden.

00:11:19: Ein sehr gutes Beispiel dafür, Das reicht nicht, deshalb gehen wir jetzt nochmal neu in die Forschung rein.

00:11:25: Es

00:11:25: gibt sozusagen ein Tsunami-Testcenter, das heißt man muss sich das wirklich so vorstellen wie zwei Komponenten.

00:11:34: Das eine ist jetzt endlich ein großes Becken mit einer Glasfront und weil man ja sehen muss was innerhalb dieses Becken passiert.

00:11:46: Das heißt, es gibt ein großes Glasbecken und direkt neben diesem Glasbeck ist ein riesiger Wassertank.

00:11:53: Wie so eine Art Wasserturm letztendlich.

00:11:54: Da sind Zehntausend Liter Wasser drin.

00:11:56: Also richtig viel!

00:11:57: Das ist wirklich erstaunlich.

00:12:00: Und innerhalb dieses Beckens wird simuliert wie sich ein Tsunami verhält.

00:12:09: Wer oder was auch immer in diesem Tsunami Testbecken drin ist, erfährt Kraft von zehntausend Litern Wasser.

00:12:16: Das werden schleusen quasi abrupt geöffnet um eine Welle zu simulieren und um dann eben zu gucken okay ah wie verhalten sich Personen die von so einer Tsunamiswelle getroffen werden wo es auch der Unterschied in einfach der Höhe der Welle.

00:12:35: also ich meine Klar reden bei zehn Meter Wellen, das brauchst du nicht erforschen.

00:12:41: Weil jemand der von der Zehn Meter Welle erwischt wird muss man auch fairerweise sagen da ist wenig Chance quasi dass hat leider Leben zu überstehen.

00:12:51: Es reichen schon kleinere Wellen um wirklich eine enorme Kraft auf den menschlichen Körper auszuüben und genau das zu erforschnen.

00:12:58: zum einen wie wirkt eine Welle auf dem menschliche Körper?

00:13:02: Was kann man tun?

00:13:03: Gibt es vielleicht Techniken, die der menschliche Körper machen können.

00:13:06: Also soll ich mich hinstellen?

00:13:08: Soll ich vielleicht mich einrollen?

00:13:10: Solle ich keine Ahnung?

00:13:11: versuchen mitzuschwimmen?

00:13:12: was auch immer das muss erforscht werden.

00:13:14: dass kann man in diesem Tsunami Test Center machen.

00:13:18: aber einfach auch zu gucken welcher Art von Wellenbrecher von Schutzwellen kann man... Kann man verbessern ist dann ist es die Form.

00:13:29: Das kann man ja an kleinen Modellen üben innerhalb dieses Tsunami-Testzentrums, um dann auch Computersimulationen voranzutreiben.

00:13:37: Das kann man ja quasi.

00:13:38: letztendlich wird das ja hochgerechnet.

00:13:40: Computer analysieren was genau ist passiert, das Ganze wird gefilmt und ausgewertet, um neue Schutzmaßnahmen vielleicht zu integrieren oder vielleicht zu sagen es reicht nicht nur einfach so eine Schutzmauer höher zu bauen sondern es ist tatsächlich die Form!

00:13:56: müssen wir da noch mal irgendwie umdenken.

00:13:58: Das ist halt Forschung letztendlich!

00:13:59: Und das dürftest du am eigenen Körper spüren, ja?

00:14:02: Ja genau, das war der Plan und das war von Anfang an für mich der

00:14:06: Plan.

00:14:06: Naja ich unterstehe gar nicht... Das soll ja sogar Spaß machen.

00:14:09: also noch Forschung kann durch Spaß machen wenn du daraus ein Erkenntnis ziehst und die siehst du am besten daraus wenn du es am eigenen Leib spürst Aber in einem Rahmen ist der nicht gefährlich für dich.

00:14:18: Genau, richtig!

00:14:19: Das war

00:14:19: ein bisschen der Plan.

00:14:20: Genau das ist der Plan.

00:14:21: also das heißt dass es mehr oder weniger Alltag auch für die Studierenden zu spüren was es heisst da stellt man sich natürlich nicht einfach rein.

00:14:33: ich meine Zehntausend Liter Wasser das ist eine enorme Kraft ja die auch schon bei kleinsten Wellen auf dem Körper quasi einwirken.

00:14:41: das heißt du bist in so einer Art Wie so eine Anglerhose würde ich sagen, hat man an.

00:14:47: Also sprich so diese Gummistiefel, Gummihose das natürlich nichts.

00:14:50: jetzt in dem Fall ist dass du nicht komplett nass wirst sozusagen.

00:14:53: Das heißt du hast sozusagen ein wasserfestes Outfit sage ich jetzt einfach mal an Du bist auch gesichert.

00:15:00: also sprich du hast so ne Art Klettergurt an da ist so Karabiner dran an denen du gesicherd bist.

00:15:06: Das heisst selbst wenn dich die Welle komplett mitreißt du könntest einfach loslassen und du würdest von dieser Wasserwelle quasi hinten an die Wand gedrückt werden und würdest ertrinken.

00:15:18: Das heißt, du bist natürlich gesichert und du kriegst auch mehr oder weniger eine Einweisung was zu tun hast sozusagen.

00:15:28: Also sprich es macht jetzt keinen Sinn großartig gegen dieses Wasser anzukämpfen weil das wirst du nicht schaffen.

00:15:37: also sprich überlege spüre diese Kraft Aber ab dem Moment, wo du früher oder später merkst, dass du keine Chance hast gegen so eine Welle.

00:15:49: Lässt du dich einfach hängen und du bist gesichert letztendlich?

00:15:53: Wir haben ja damals Experimente gemacht bei Caledillo und da haben wir mal... Was ist das

00:15:56: so?

00:15:56: Das

00:15:57: ist ja verrückt!

00:15:57: Da war ich auch echt

00:15:59: sehr

00:16:00: oft mit dabei.

00:16:01: Und dann haben wir aus einer Baggerschaufel Wasser auf ein Auto gekippt.

00:16:07: Ja.

00:16:08: Du würdest sagen, kipp doch Wasser auf dein Auto kann nichts passieren.

00:16:12: einem Rutsch gekippt, das heißt war sehr schnell und es hat dieses Auto zerdrückt.

00:16:16: Also sich klar zu machen wie viel Kraft Wasser hat ist glaube ich ein sehr wichtiger Punkt.

00:16:22: Wie gesagt Wir wussten, dass ja nichts passieren kann und haben zumindest die Hoffnung.

00:16:26: Wie war's

00:16:27: denn?

00:16:29: Ich

00:16:29: wollte noch erzählen...

00:16:30: Du hast vollkommen

00:16:31: recht!

00:16:32: Es

00:16:32: ist keine Harakiri-Aktion.

00:16:33: Du hast vorlangs

00:16:34: gehabt und es war fündlich.

00:16:35: Sondern es war schon so, dass du das kontrolliert war.

00:16:38: Und trotzdem hat sich glaube ich überrascht.

00:16:40: Ja klar.

00:16:41: Das ist natürlich

00:16:41: auch eine Reaktion.

00:16:42: Auch bei aller Vorbereitung nicht nur bei aller Sicherheitsvorbereitung, aber auch bei aller mentaler Vorbereitung.

00:16:50: Die wissen was da passiert.

00:16:53: Der Moment, wo du

00:16:55: spürst

00:16:56: und merkst... Du weißt ja dass diese Welle kommen.

00:17:00: Das hast du im echten Leben noch nicht mal.

00:17:04: Natürlich hast du eine gewisse Vorbereitungszeit.

00:17:06: Es gibt auch nur vor Warnzeit.

00:17:08: die Behörden wissen ja okay das kann jetzt kommen.

00:17:10: Die waren quasi die Bevölkerung.

00:17:12: Nichtsdestotrotz ist es der unmittelbare Moment bevor diese Welli dich trifft.

00:17:20: Das weißt du in dem Moment?

00:17:22: Aber trotzdem, das ist was anderes.

00:17:23: Und wir haben uns zwei Stufen sozusagen gelegt.

00:17:26: Das eine war jetzt im ersten Moment eine relativ kleine Welle – dreißig Zentimeter!

00:17:32: Das ist nicht viel, dass es nicht hoch würde man meinen.

00:17:36: Ich meine letztendlich was in dreißzig Zentimeter?

00:17:37: Das geht so ein bisschen zum Schienbeinhöhe.

00:17:40: Ja... aber wenn zehntausend Liter Wasser in dreizig Zentimetern Höhe auf dich zukommen entwickelt das eine enorme Kraft Und ich hab mir schon gedacht, ja was soll ich jetzt?

00:17:58: Warum soll mich so eine kleine Welle umreißen.

00:17:59: Ja und ich war relativ schnell wurde ich eines Besseren belehrt weil diese Kraft die dann auf dich einwirkt ist enorm selbst bei einer kleinen Welle.

00:18:10: Es reißt dir die Beine weg.

00:18:11: also es ist schon so dass du ne gewisse Zeit auch stand hältst.

00:18:17: das habe ich mir auch so ein bisschen selber vorgenommen.

00:18:19: Ich packe das jetzt Aber es geht relativ schnell, dass du merkst... Das schaffst du halt einfach nicht.

00:18:26: Die Kraft ist so stark, dass das von vorne dieses Wasser drückt und drückt immer weiter, dass deine Kraft irgendwann nachgibt und du wirst weggerissen.

00:18:35: Jetzt nicht, dass ich da quasi komplett durch die Gegend gespült wurde sondern aber du merkest sofort okay ich pack's jetzt nicht mehr Ich halte den ganzen nicht stand und das Wasser reißt sich einfach mit.

00:18:46: Okay Und dann Haben Sie das Wasser wieder hochgepumpt?

00:18:50: Genau.

00:18:51: Das wird quasi aufgearbeitet, es gibt sozusagen eine Art Auffangbecken unter diesen Testbecken.

00:18:58: Da wird das Wasser abgelassen und wird von da aus dann wieder mit Pumpen in diesem Wasserturm befördert.

00:19:03: Das dauert natürlich eine gewisse Zeit lang bis Zehntausend Liter wieder hoch gepumpt sind.

00:19:08: Und dann... Dann konnte man durchatmen!

00:19:10: Ja auch ein bisschen realisieren für sich selber analysieren und auch mit Professor Ari Kafa zu sprechen wie's einem selber geht weil das ist ja Auch für ihn interessant zu wissen, wie geht jemand der noch nie in dieser Situation war damit um.

00:19:25: Welche Gedanken hat man?

00:19:27: Und das sind in der Regel Fluchtgedanken muss mal ganz klar sagen und er auch zu mir gesagt hat in der Realität unabhängig von diesen Testumgebungen sagt er auch also Evakuierung rennen Also versuche nicht gegen diese Welle zu kämpfen sondern versuch so schnell wie möglich von dieser Welle wegzukommen.

00:19:48: Immer noch, wie sieht das denn in der Realität aus?

00:19:51: Das sei mal jetzt dahin gestellt.

00:19:53: Aber

00:19:53: bei allen Sachen die ich gesehen habe und die von dir gehört hab und wo ich so nachvollzogen habe, worum es geht oder denen geht ist glaube auch des Stresslevel runterzufahren weil du das Gefühl hast dich kennendest schon.

00:20:08: also wir kommen ja nachher einfach zu einem Erdbeben-Testcenter.

00:20:11: das ist ja für Kinder gemacht.

00:20:12: Ja genau!

00:20:13: Die hat geladen sollen dass wenn es rüttelt nicht im Panik zu verfallen sondern Beherzt gute richtige Dinge zu tun, um zu überleben.

00:20:23: Idealerweise ist es ein

00:20:24: Automatismus.

00:20:25: Das heißt

00:20:25: du denkst eigentlich gar nicht mehr darüber nach sondern dein Körper macht das von sich aus und das

00:20:31: finde ich ist so.

00:20:32: So ein urkonstruktiver Ansatz den ich sehr mag.

00:20:34: also zu sagen so Wir könnten uns also es gibt Probleme hier und wir wissen nicht ganz genau wie wir die Wie wir damit umgehen lernen können außer wir konfrontieren uns damit und finden eine gute Lösung in der Auseinandersetzung.

00:20:50: Und das finde ich cool!

00:20:52: Zweite Welle, doppelt so hoch bedeutet dass sich die Kraft

00:20:58: kraftvierfach.

00:21:00: Das ist wirklich sehr abgefahren.

00:21:02: und selbst dann wir reden immer noch von sechzig Zentimeter also sprich ein bisschen über Kniehöhe Je nachdem wie groß man ist, ich bin es nicht der größte.

00:21:10: Von da her war die Welle vielleicht bei mir ein bisschen größer als jetzt bei zwei Metern Menschen.

00:21:15: Nein aber nichtsdestotrotz...

00:21:17: Also hohe Türme kippen ja auch genauso schnell um weh.

00:21:20: Wichtig!

00:21:20: Absolut.

00:21:21: auch wenn also oder wie sagt man so schön?

00:21:24: Wenn die Sonne tief steht dann werfen auch zwerge lange Schatten.

00:21:27: Ja genau.

00:21:29: Aber was ich sagen möchte ist letztendlich Ob jetzt bei dreißig oder bei sechzig Zentimeter, das ist die Höhe der Welle.

00:21:36: Ist gar nicht so entscheidend, sondern es ist genau wie du jetzt auch gesagt hast diese Kraft, die sich vervierfachen und die vierfache Kraft von dieser kleinen Dreißig-Zentimeterwelle wirkt auf einmal auf dem Körper ein.

00:21:48: Und natürlich absolut no chance.

00:21:51: also nicht eine Sekunde nervgut vielleicht ne Sekunde ist es aber Es fühlt sich an Von vorne drückt dir jemand gegen die Beine und von hinten zieht auch gleichzeitig noch jemand.

00:22:07: Das heißt, du machst wirklich diese Klappbewegung, hinten die Bein weg, du fliegst nach vorne weil dich von hinten gefühlt jemand drückt am Rücken und unten zieht jemand an den Beinen.

00:22:16: Und dadurch dass du angeleint warst ist nichts passiert.

00:22:19: über deiner Weise wärst du komplett in die Welle reingeragen und dann auch keine Chance mehr?

00:22:22: Genau, keine Chance!

00:22:23: Selbst wenn man ja sag ich mal der Fluchtreflex ein treten würde.

00:22:28: das heißt du grenzt weg Dann schiebt ihr die Welle von hinten, die Beine nach vorne und das ist ein ganz schön auch ängstliches Gefühl.

00:22:38: Also es ist nicht so dass man es total easy nimmt und sagt ach cool sondern aber das zu realisieren... Boah!

00:22:47: Es ist eine Wucht und ist ziemlich ja angsteinflößend auf jeden Fall

00:22:56: Angst einflößend als du es gemacht hast und in der Retroespektive, als ihr noch mal drüber gesprochen habt.

00:23:03: Was war da eure Erkenntnis?

00:23:06: Die Erkenntniss ist ganz klar... Natürlich kann ich jeder Mal in dieses Tsunami-Testzentrum um das Gefühl zu haben was es heißt von so einer Wellenkraft von dieser Kraft des Wassers erwischt zu werden.

00:23:23: Aber nicht so trotz ist die Erkenntness Evakuierung oder Vorbereitungsmaßnahmen, dass natürlich idealerweise niemand das am eigenen Leib spüren muss.

00:23:36: Das ganz entscheidend ist also Vorbereitung sprich vor Warnungszeit.

00:23:42: Das

00:23:43: ist ein ganz spannender Geschichte.

00:23:46: Weil da gibt es auch Apps, die dir sagen du hinzugehen solltest, welchen Ort du aufsuchen sollst weil du hast ja eine gewisse Zeit.

00:23:52: Die Welle ist nicht innerhalb von Sekunden da sondern rollt halt auf dich zu und dir dazwertest du die Chance dich in Sicherheit zu

00:23:59: bringen.

00:23:59: Also ich meine ganz viele Messe sonnen quasi gibt es im Meer an Land.

00:24:06: das heißt in dem Moment wo dieses Beben passiert Merkt das natürlich, die Erdbebenbehörde und hat auch Automatismen, dass Warnungen rausgehen usw.

00:24:15: Das heißt, es gibt eine Vorwandzeit und jeder kann sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen.

00:24:23: Und diese App zeigt dir dann, woher du gehen sollst?

00:24:25: Genau, genau.

00:24:25: Also dieses Geweiß, wo du

00:24:26: stehst...

00:24:27: Richtig!

00:24:27: ...und sagt

00:24:28: Ui, das ist ein bisschen zu tief da kommt das Wasser hin.

00:24:30: Du musst eine höhere Position wählen.

00:24:32: In der Zeit schaffst du jetzt noch Keine Ahnung, in sieben Minuten schaffst du es jetzt noch da unten?

00:24:37: Genau.

00:24:38: Es gibt quasi wirklich... Du guckst dann auf dein Handy-Bildschirm sozusagen und deinen Bildschirm.

00:24:43: also auf diesem Bildschirmen siehst du so zu sagen wirklich Fluchtruten.

00:24:46: Also wie so ein Navi letztendlich ist.

00:24:48: das heißt zeig dir an okay dieses Gebäude zum Beispiel der sagt ihr ungefähr dieser Wasserstand wird erwartet.

00:24:56: Das errechnet denn das System oder die App und dementsprechend wird dir gesagt Gehe in diese Richtung Folge diesen Weg Da ist ein Gebäude und gehe dorthin, da bist du sicher.

00:25:13: Oder auch bei normalen Erdbeben, das nicht nur Tsunamis sondern Erdbäben, okay dieser Bereich ist hier stärker gefährdet.

00:25:21: bewege dich da und dahin oder ich meine letztendlich sind es ja auch teilweise... Gebiete sozusagen, die jetzt ein bisschen niedriger sind als... Es muss ja nicht mal direkt ein Haus sein.

00:25:32: Aber in welchem Gebiet sozusagen du tendenziell eher in den überfluteten Gebieten bist?

00:25:37: All das sagt diese App und warnt dich und funktioniert letztendlich wie Navi.

00:25:41: Krass!

00:25:42: Total praktisch aber zeigt natürlich auch dass man da eben in Japan ganz anders mit dieser Thematik umgeht Auch natürlich hoch durch technologisiertes land.

00:25:55: das natürlich dass es da eine app gibt ist ein wir auch nicht gerade finde ich verwundertlich.

00:25:58: aber das die halt echt gut funktioniert fand ich schon gut.

00:26:01: also fand ich auch fand ich interessant zu sehen wie einfach es denn letztendlich auch ist weil ich meine so muss es ja auch mal bringt mir nix wenn das irgendwie total kompliziert ist

00:26:11: sondern

00:26:13: der findet dich und sagt er findet

00:26:14: dich.

00:26:15: Wie Navi, absolut

00:26:17: super.

00:26:19: Okay, ich würde gerne zum nächsten Spot kommen.

00:26:21: Das ist der ehemalige Feuerwehrmann, der dieses Zentrum aufgebaut hat und du warst jetzt alleine da?

00:26:28: Du hättest auch mit, keine Ahnung, Hundert Drittklässern sein können

00:26:33: z.B.,

00:26:34: jedes ganze Üben.

00:26:35: Naja... Würde ich

00:26:35: noch nicht mal auffallen.

00:26:36: bei Scherlniff ja!

00:26:37: Doch!

00:26:38: Jetzt mach' dich doch nicht so klein!

00:26:39: Nee vom Humorlevel!

00:26:40: Achso!

00:26:41: Es ist innerhalb einer Feuerwehrstation in Tokio.

00:26:46: Das hört sich jetzt, die Übersetzung wäre quasi so was wie ein Desasterzentrum.

00:26:53: Also wo einfach verschiedene Naturkatastrophen simuliert werden können und das fängt an von Taifunien also sprich wirklich Sturzflutartigen Regenfällen mit starkem Wind verbunden ist.

00:27:08: es gibt einen, das ist der Einbereich... Was

00:27:10: macht man da?

00:27:13: Kopf

00:27:13: runter.

00:27:14: Nacken runter und durchhalten.

00:27:17: Ja, wirklich?

00:27:18: Halt dich fest an allem was natürlich geht.

00:27:20: Idealerweise natürlich nicht raus ist das Beste.

00:27:24: aber auch da geht es vor allem um zu lernen oder diese Erfahrung zu haben.

00:27:30: Was heißt es wenn dieser Sturm auf dich zukommt?

00:27:35: gleichzeitig irgendwie kommen Literweise fünfzig Liter pro Sekunde Prasseln auf dich nieder, die fühlt sich das an.

00:27:45: Das ist zum Beispiel ein Bereich, wir konnten teilweise aber auch.

00:27:49: kannst du da simulieren wie viel... Also wenn du z.B.

00:27:52: stell dir vor, eine Flut kommt sozusagen und du bist im Keller so wie viel brauchst du in der Höhe Wasserstand?

00:27:59: Wie schwer ist es dann eine Tür einfach aufzudrücken?

00:28:03: Also solche Sachen werden da simulatorsimuliert.

00:28:05: Dann kannst du einfach sagen also dass jetzt natürlich kein Wasser drin sondern der Bremse sozusagen, der Tür wird dann immer stärker umso höher das Wasserlevel ist.

00:28:16: Und auch

00:28:16: da... Die Gefahr ist gar nicht mehr aufzuholen.

00:28:18: Ja natürlich, klar und auch das geht relativ schnell.

00:28:20: also das heißt das Wasser muss nicht ein Meter hoch sein dass du so eine Tür nicht mal aufbekommst sondern dann reden wir auch schon von paar Zentimetern.

00:28:27: also das heisst so ich würde sagen zwanzig Zentimeter, dreißig Zentimeter, da wird es schon echt schwer.

00:28:33: Es ist beides, also wenn du die Tür nach Außen drücken muss es schwer, wenn du sie aber aufmachst und da ist zu viel Druck dagegen dann kommt die nicht höher entgegen.

00:28:43: Das sind alles Sachen die die Kinder lernen.

00:28:45: also das sind eigentlich nur Kinder.

00:28:46: du kannst in jedem Alter dort hingehen und dich auf die einzelnen Szenarien trainieren lassen.

00:28:54: Also um einfach auch schon im Kindesalter letztendlich mit diesen Ja, ich will nicht sagen alltäglichen.

00:29:00: Aber mit diesen Dingen, die ja schon auch Teil des Alltags werden können, dass du daraufhin einfach schon eine Erfahrungswerte hast auf die du zurückgreifen kannst.

00:29:09: Ich habe

00:29:10: gelesen, es gibt eine achtzigprozentige Wahrscheinlichkeit für ein Megabeben in dreißig Jahren.

00:29:17: Das heißt also, die rechnen fest damit das demnächst so was passiert?

00:29:22: Klar!

00:29:23: Also jeder Japaner und jede Japanerin hat von diesem Tag X gehört und ist auf diesen Tag X vorbereitet.

00:29:33: Das war,

00:29:34: glaube ich, ein ganz interessantes Gespräch mit deiner Fixerin, mit der Maki als sie dich gefragt haben wie du denn so vorbereitet bist?

00:29:41: Ja ja genau!

00:29:42: Also unsere Maki quasi, also Fixerin in dem Sinne dass die Sachen vorbereitet für uns, die fix sozusagen die Sachen... Die war bisschen überrascht das ich keinen Notfallrucksack zu Hause habe.

00:29:56: Also das heißt, es gibt ja sogar durchaus die Empfehlung von Seiten der Bundesregierung, dass man sowas zu Hause haben sollte.

00:30:05: Ja

00:30:06: so die Blackout-Warnung?

00:30:08: Ja genau!

00:30:08: Eine

00:30:09: gewisse Menge an Wasser zu Hause zu haben

00:30:11: und etc.. Ich meine man hat das im Winter in Berlin gemerkt.

00:30:14: also ich mein da gab's den jetzt in dem Fall bewusst herbeigeführten black out.

00:30:19: aber da hat man viele Menschen in berlin gemerkt.

00:30:23: was heißt das überhaupt wenn auf einmal kein?

00:30:26: Wir werden dazu auch noch mal ein Experiment machen, aber dazu dann demnächst mehr.

00:30:31: Aber gut!

00:30:31: Da

00:30:31: wird hier direkt nur

00:30:32: Wärme gemacht.

00:30:33: Ja

00:30:33: das ist sicher!

00:30:35: Nein, aber letztendlich genau... Es gibt eine Art kleinen Büchlein letztendlichen die eigentlich jeder Japaner und jede Japanerin zu Hause hat, in dem steht gewisse Notfall-Szenarien, wie du dich verhalten sollst.

00:30:52: Da sind dann aber auch teilweise so Dinge drin, wie kannst du aus einem Tuch eine Windel für deinen Kind letztendlich falten?

00:31:00: Wie kannst du dir Schuhe bauen?

00:31:02: Also wirklich solche quasi fast Bananen singt... Genau!

00:31:07: Und Hex.

00:31:08: Ja, letztens.

00:31:09: Ich

00:31:09: glaube ich komme da noch mal auf dich zurück für die Rischanne.

00:31:11: Ist ja cool.

00:31:12: Ja genau.

00:31:12: Wer mag nicht kann?

00:31:13: Ich fiege auch gerne wieder nachher ab.

00:31:19: dass so anzugehen, das Problem auch so anzugehen.

00:31:22: Wir müssen da nochmal erzählen, du warst noch auf diesem Rüttelding was ja auch uns abgefahren war.

00:31:28: Aber auch deeskalierend das Ganze anzugehens zu sagen wir bereiten uns darauf vor weil besser gut vorbereitet als überrascht.

00:31:35: Ja, better to be saved than sorry.

00:31:39: Genau macht ja total Sinn!

00:31:42: Ja, ich finde auch in so einer... Also das ist ja natürlich auch immer eine schwierige Thematik letztendlich.

00:31:47: Du musst halt Menschen vorbereiten im Leben quasi solche Naturkatastrophen.

00:31:53: Die Wahrscheinlichkeit ist höher dass es in deinem Alltag eine Rolle spielt in Japan als vielleicht in Deutschland.

00:31:57: Ganz klar!

00:31:57: Aber das sind ja natürlich keine schönen Thematiken sozusagen.

00:32:00: Trotzdem war ich sehr überrascht zumindest nach außen hin wie man das ein bisschen normalisieren kann.

00:32:07: Dass es nicht eine Panik in Menschen auslöst.

00:32:11: Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass man da, das ist so ein Gott es will in dieser Tag X kommt.

00:32:15: Hilfe, Hilfe!

00:32:16: Wir wachen morgens auf und denken uns, ist es heute soweit?

00:32:19: Sondern es hat eine Normalität die natürlich nicht schön ist aber man geht damit irgendwie um, dass ich das sehr beeindruckend finde wie... also wie man das macht tatsächlich.

00:32:33: Und ich fand das wirklich auch beeindruckender als Marki dass so entspannt mir erzählen konnte.

00:32:42: Die ist einfach auch eine coole Socke, sage ich jetzt mal.

00:32:46: Die geht da vielleicht anders um als andere Japanerinnen in Japanen.

00:32:48: Das verstehe ich schon aber... Ich fand das toll wie sie gesagt hat, dass es normal ist und dass die da überrascht war, dass wir das nicht haben.

00:33:03: War irgendwie witzig!

00:33:05: Ich muss da eine Sache denken, die ich recherchiert habe als ich mit meiner Tochter schwimmen lernen war.

00:33:12: Und da ging es darum dass die zum Beispiel wenn sie dann das Seepferdchen machen ins Wasser springen müssen

00:33:18: vom Startblock sogar oder?

00:33:19: Genau und das hat einen Grund.

00:33:21: Wenn du in einer blöden Situation in ein Wasser fällst, dann solltest du darauf vorbereitet sein Betröhung anzufangen um dich über Wasser zu halten.

00:33:31: also es geht... als wir es um die um die abprüfung ging niemand gesagt hat das ist aber keiner perfekte brusttechnik sondern es ginge ledig darum sich mal was erhalten zu können

00:33:42: ja

00:33:43: und in situationen die passieren die richtige entscheidung zu treffen.

00:33:48: und das ist jetzt so im kleinen dass was ich finde was sie im großen machen.

00:33:52: also wenn es rüttelt dann fang dich an zu weinen und hock dich hin und weiß nicht was du machen sollst sondern

00:34:02: Finde

00:34:03: eine Lösung und die kannst du hier schon mal üben.

00:34:05: Und das finde ich total cool!

00:34:07: Ja, also dieser Erdbeben...

00:34:11: Simulator?

00:34:11: Simulator!

00:34:13: Den gibt's auch in diesem Disaster-Center, sag' ich jetzt mal innerhalb dieser Feuerwehrstation.

00:34:19: Also neben wie fühlt es sich an...?

00:34:22: Ich

00:34:22: glaub', Disney-Planze links zu

00:34:23: bauen."

00:34:23: Demnächst.

00:34:24: Meinst

00:34:24: du?

00:34:24: Echt

00:34:25: Spaß!

00:34:25: Ich würde eher sagen MrBeast macht einen amusement Park draus, aber egal.

00:34:28: Könnte auch sein ja.

00:34:30: Nee letztendlich ist es auch ein Teil dieses Centers in dieser Feuerwehrstation wo unter anderem eben auch Schulklassen Kinder erfahren können.

00:34:41: wie fühlt sich das an wenn die Erde behebt innerhalb der verschiedenen Stufen letztendlichen.

00:34:46: Das heißt man muss sich das wirklich vorstellen wie ein flacher Raum also wo einfach verschiedene Matratzen auf dem Boden liegen letztendlich.

00:34:58: Und außenrum hast du Projekzionen an der Wand, die zum Beispiel eine Schulklasse simulieren.

00:35:03: Das ist natürlich um sich ein bisschen mehr in dieses Szenario reinzuführen oder die Straßen außen rum und dann fängt letztendig dieser komplette Raum auf so einer Art Rüttelplatte und diese Platte beginnt sich zu bewegen und schüttelt dich mehr oder weniger durch.

00:35:23: Und du kriegst beigebracht, eine Schutzposition einzuhalten, sprich knie dich hin, halte deine Arme über dein Schütze deinen Kopf letztendlich der Kopf wirklich nach unten richtig so zusammen kauern letztendig idealerweise unter einen Tisch.

00:35:43: zum Beispiel wenn wir jetzt von einem Klassenzimmer reden dass alle Trümmerteile, die im Zweifelsfall auf dich drauf fallen können, ein bisschen das ganze abblocken und ja, dass auf eine Art spielerische Art und Weise dir beigebracht wird.

00:35:59: Wie fühlt sich das an?

00:36:00: Was der Körper war dann in dem Fall schon mal in einer Situation er wird hin- und hergeschüttelt ohne dass es selber macht.

00:36:08: also sprich die Umgebung bewegt sich.

00:36:13: Ja, also es ist natürlich auch mit ein bisschen... Also als wir das jetzt gemacht haben, muss man so ein bisschen aufpassen dass man das nicht lustig.

00:36:24: Es ist natürlich lustig irgendwie.

00:36:26: Ich glaube du darfst

00:36:26: sogar lustig finden weil in der Situation da dich gerade damit auseinandersetzt und immer sagt oh Gott!

00:36:32: Das könnte mein Leben gefern, das ist eine oder zu sagen.

00:36:34: Jetzt rüttelst zwar, ich weiß was ich tun muss und wenn ich das mache dann bin ich auch sicher gibt dir ein gutes Gefühl.

00:36:41: Ich habe auch, du hast einmal kurz gelacht.

00:36:44: Und dessen dachte ich, na ist das passend?

00:36:46: Auf der Entwählichkeit war es genau das was du in dem mit... Es sind ja Sachen die mit deinem Körper passieren auf die du keinen Einfluss hast.

00:36:52: also du gibst ja Kontrolle

00:36:53: auf

00:36:54: und dann Kontrolle zurück zu gewinnen ist glaube ich genau das, was die Intention bei diesen

00:36:59: ist.

00:37:00: Ich stelle dir mal vor, du hast eine Schulklasse mit dreißig Kindern und die alle rennen weinend raus.

00:37:08: Weil sie denken oh Gott das willen!

00:37:09: Das kann mir passieren, sondern es ist natürlich schon ein gewisser Spaßfaktor oder dass das irgendwie in einer Umgebung ist, die natürlich auch ein bisschen Spaß machen soll, das spielerisch quasi beizubringen Unabhängig natürlich davon, dass die Tatsache, wenn das passiert, tragisch eine Katastrophe ist.

00:37:27: Total!

00:37:28: Das steht ja völlig außen vor... Aber die

00:37:30: Sonne auch was lernen?

00:37:31: und vielleicht lernst du in so einer Atmosphäre deutlich besser?

00:37:33: Absolut!

00:37:33: Und deine Erkenntnis aus diesem Ganzen?

00:37:36: Also hast Du das Gefühl, Du wärst gewappnet?

00:37:41: Tja, das ist ne gute Frage weil ähm.

00:37:45: also Klar, Vorbereitung ist extrem wichtig und mit Vorbereitungen und Übungen oder sich darauf vorzubereiten wie es sich anfühlt in so einer Situation.

00:37:55: Das ist extrem richtig!

00:37:58: Keine Ahnung ob man denn in der Realität wirklich automatisch das macht was irgendwie richtig ist?

00:38:05: Ist ja das eine.

00:38:08: ich glaube es hilft das gespürt zu haben.

00:38:13: Ich könnte aber, also ich würde jetzt mich glaube ich zu weit aus dem Fenster lehnen.

00:38:16: Dass ich sage nur weil man das quasi einmal durchgespielt hat dass man beim nächsten mal genauso cool reagiert Das halte ich für vermessen.

00:38:23: Ich glaub' das geht nicht Weil wirklich in Zafiz Fall geht es ja um Leben und Tod wenn man so möchte.

00:38:31: Und ob du dann dein Körper oder deine Adrenalin quasi sich so gut und kontrollieren lässt Wer

00:38:35: die Hoffnung?

00:38:37: Das weiß ich nicht.

00:38:38: Aber es hilft mir auf jeden fall Quasi Ja, richtige.

00:38:44: oder die Entscheidungen, die ich in dem Moment fälle das vielleicht noch mal in der Mikrosekunde abzugleichen.

00:38:50: Macht es jetzt Sinn panisch quasi durch den Raum zu rennen und denke mir Gott was passiert hier gerade?

00:38:55: Oder kurz sich selber zu bremsen und so sagen okay Es passiert Was muss ich machen?

00:39:03: Also diese Eigenkontrolle und dass das letztendlich klar jedes bisschen hilft also eins ist immer mehr als null.

00:39:12: Am konsequentesten macht man, glaube ich neue Erfindungen aus der Not heraus.

00:39:16: Und das was passiert ist hat die so erschüttert auf der einen Seite aber auch so aktiv werden lassen.

00:39:24: was dagegen zu tun dass es so viele Bereiche gibt.

00:39:28: also der Professor Arikawa hatte ja dieses Zentrum aufgebaut, der hat sehr viel Forschungsgelder bekommen.

00:39:34: Das heißt die Wissen um die Gefahr und haben wir auch in diese Richtung investiert.

00:39:37: was sich aber auf der anderen Seite total cool fand war dass sie sich auch um den keine Ahnung sociologischen Aspekt gekümmert haben.

00:39:44: so wie kriegen wir denn oder den pädagogischen?

00:39:46: Wie kriegen wir unsere Kinder überhin das mit dieser Angst umgehen können ohne dass sie sie lebt?

00:39:51: weil normalerweise habt Angst ja einen lähmenden Charakter.

00:39:54: Und hier wäre es eher so dass ich aktiv werden müssen Um Dinge zu tun und ich glaube Aktivität ist dann immer besser als Passivität zu wissen, wie ich dagegen vorgehen muss.

00:40:05: Das glaube ich immer besser, als sich dem Ganzen ergeben müssen.

00:40:09: und das sind so die Erkenntnisse, die ich aus diesem Beitrag rausgenommen habe und auch aus dem Film, den ihr gemacht habt.

00:40:15: Ja, da gebe ich dir vollkommen recht!

00:40:17: Und man muss ja auch dazu sagen es ist natürlich dieses Tsunami-Testzentrum in Japan in dem Fallen des wir besucht haben.

00:40:23: Es gibt eine Sicherheit oder kann mir auch vorstellen dass ähnliche Institutionen oder ähnlichen Herangehensweisen auch in anderen Ländern gibt.

00:40:31: Aber ich würde doch hoffen, dass

00:40:33: sie so vernetzt sind... Ja natürlich!

00:40:36: Aber hundert Prozent.

00:40:37: letztendlich geht es ja wirklich auch darum diese Erkenntnisse irgendwie der ganzen Welt irgendwie zu Teil kommen zu lassen.

00:40:42: Zu Teil kommen?

00:40:45: Das

00:40:46: ist

00:40:46: so gut gekommen zu lassen.

00:40:47: Ich bin immer noch ganz durchgeschüttelt vom Tsunami Testzentrum.

00:40:51: Da haben sich gerade zwei Synapsen nicht gefunden.

00:40:53: aber Letztendlich, diese Teilen der Informationen, dass allen letztendlich irgendwie ja weiterhilft.

00:41:00: Ja das ist schön zu wissen und es ist gut zu wissen, dass es das gibt.

00:41:04: Danke dafür Vincent!

00:41:06: Ich freue mich schon auf das nächste Ding in das für dich hineinschubsen mit dem du dich auseinander setzen musst... Vulkan?

00:41:12: Hätten wir noch?

00:41:13: Genau.

00:41:14: Uns fällt was ein auf jeden Fall.

00:41:16: Das können wir dann auch machen.

00:41:19: Aber ich meine, das eine ist wirklich das zu erleben.

00:41:23: Ich glaube, was tatsächlich auch Sinn macht um sich ja nicht nur diesen dieses Tsunami-Testzentrum ein bisschen besser vorzustellen sondern eben auch dieses Bösewort Desasterzentrum aber diese Zentrum wo sich Kinder quasi irgendwie das spülen können.

00:41:37: Wenn man sehen möchte wie ich mir von einer Welle quasi irgendwie wegspielen lasse dann kann man sich diesen Film jederzeit angucken.

00:41:44: Jederzeit

00:41:45: auf freuen?

00:41:45: Absolut

00:41:46: in unserer Lieblingsstreamer.

00:41:47: Absolut!

00:41:48: Ich weiß gar nicht ob das auf... YouTube darf man das sagen?

00:41:52: Ja.

00:41:53: Da darf man es auch eventuell... Wenn man's schon zweimal auf Join geguckt wird, darf man's doch einmal auf die Youtube gucken.

00:42:00: Aber lieber noch von unserem Zug was drüben machen.

00:42:02: Richtig!

00:42:04: Also von daher kann man sich das angucken und ich glaube auch in dem Fall macht es wirklich Sinn dass sich so ein bisschen ja zu visualisieren was das heißt.

00:42:12: Das bin ich sehr gespannt.

00:42:16: Ich wiederhole nochmal dein Fazit, weil es hat für mich am besten getroffen.

00:42:19: Better safe than sorry.

00:42:20: Ja,

00:42:20: better be safe then sorry absolut!

00:42:23: Das ist glaube ich so ein bisschen der Grundprinzip des Ganzen und gilt natürlich in vielen Bereichen des Lebens.

00:42:29: aber in dem Fall glaube ich kann man dieses Tsunami-Testzentrum damit ganz gut zusammenfassen und es gibt schön zu wissen dass es viele kluge Köpfe gibt die sich eben damit beschäftigen ja die Welt ein Stück besser zu machen.

00:42:42: Sehr gutes Fazit.

00:42:44: Ich danke dir sehr, Vincent.

00:42:45: Ich

00:42:45: danke Dir!

00:42:45: Habt noch einen schönen Tag.

00:42:46: Gleichfalls und bis zum nächsten Mal.

00:42:52: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.