Im selbstgebauten U-Boot: Maikes Trip in die Tiefsee
Shownotes
Zusammenfassung: Galileo-Reporterin Maike Greine nimmt uns mit auf ihr bisher extremstes Abenteuer. Es geht nach Roatan, Honduras, zu Karl Stanley und seinem selbstgebauten U-Boot "Idabel". Trotz der Schatten der Titan-Katastrophe und massiver Wetterprobleme wagt Maike den Tauchgang in die Tiefsee. Ein Gespräch über Angst, Geduld und biolumineszentes Plankton.
Die Themen der Folge:
[00:00:00] Intro & Gefühlslage: Der Puls ist auf 115 – Maikes erste Gedanken im U-Boot. [00:04:40] Die Anfrage: Wie reagiert man, wenn man in ein U-Boot eingeladen wird? Die Schatten des Titan-Unglücks. [00:09:20] Reaktionen im Umfeld: Warum Familie und Freunde entsetzt waren und Maike für verrückt erklärten. [00:15:00] Die Horror-Anreise: Von Flugzeug-Evakuierungen in Honduras, Stürmen und der "Kotzfähre" nach Roatan. [00:24:20] Begegnung mit Karl Stanley: Wer ist der Mann, der U-Boote im Garten baut? [00:28:40] Das U-Boot "Idabel": Warum es aussieht wie ein gelbes Spielzeug und wie eng es darin wirklich ist. [00:36:30] Der zweite Versuch: Warum Maike nach dem ersten Abbruch drei Wochen später zurückkehrte. [00:46:00] Der Tauchgang: Abtauchen ins "unendliche Blau", Silberfische und Mondlandschaften. [00:54:00] Tiefe & Stille: Das Gefühl von Weltraum unter Wasser und die Begegnung mit einer Seegurke. [01:02:00] Licht aus: Der magische Moment mit dem fluoreszierenden Plankton. [01:06:00] Fazit: War es das Risiko wert? Und warum Maike jetzt Tauchen lernt. Weiterführende Links:
Link zur Galileo-Reportage (Video): Linkbeschreibung Maike Greine auf Instagram: Linkbeschreibung Carl Stanleys "Roatan Institute of Deepsea Exploration":Linkbeschreibung
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00:00:05: Jetzt stehen wir hier, wo die Uhr läuft.
00:00:08: Ich hab einen Puls von ... Hundertfünfzehn!
00:00:13: Und ich freu mich?
00:00:14: Ich bin aufgeregt und ein ganz großer Teil in mir sagt auch, Maike du bist komplett bescheuert.
00:00:25: Das ist ein Gefühl, wie im Aufzug nur mit Wasser was es nicht besser macht.
00:00:29: Wir kippen so nach vorne!
00:00:31: Oh mein Gott!
00:00:37: Wir sind mittlerweile fünfhundert Fuß tief, das heißt ungefähr hundfünfzig Meter.
00:00:45: Und wenn man rausschaut aus dem Fenster sieht es aus als würde man in den Himmel schauen und es folgt so ein schwarm kleiner Fischer die im Licht von dem U-Boot glänzen.
00:00:54: Das hier ist so extrem und so unvergleichlich mit allem worüber ich jemals vor Nacht gedacht habe.
00:01:02: Das hier oder Space Shuttle?
00:01:06: Oh mein Gott!
00:01:09: Ich weiß nicht, warum ich ständig bei der Arbeit heulen muss.
00:01:16: Das war so ...
00:01:18: schön.
00:01:20: Wenn ihr hört, das ist unsere Reporterin Michael Greine.
00:01:23: Ihr Thema Tiefseetauch in einem selbstgebauten U-Boot.
00:01:27: Einhundert Prozent erleben.
00:01:30: Aber die Frage ist vielleicht auch wie gefährlich darf ein Abenteuer sein?
00:01:33: Wie weit geht?
00:01:35: Extremtourismus abgelegene Orte keine Regeln kein TÜV ein spezieller Kick Lebensgefahr inklusive.
00:01:43: Mit welchen Innenwelten Maike zu kämpfen hatte, wie ihr Umfeld reagiert hat und ob es das alles wert war?
00:01:49: Das will ich heute von dir erfahren!
00:01:51: Ich bin Ferdinand Däher und Ihr hört... Hallo liebe Maike schön dass du zugeschaltet bist.
00:02:02: von wo bist Du zugeschaltet?
00:02:03: sag mal aus
00:02:04: Hallo, lieber Ferdi!
00:02:06: Ich freue mich auch.
00:02:07: Ich sitze gerade in meinem Wohnzimmer in Paderborn meiner Heimatstadt wo ich wieder lebe seit einigen Monaten.
00:02:15: Ich möchte einmal ganz kurz sagen was ich mag wenn ich deine Beiträge sehe... Wenn ich dich höre.
00:02:23: das ich sehr gerne mag ist
00:02:26: dass du
00:02:27: deine Emotionalität kaum verbergen kannst.
00:02:29: also mit dir würde ich jederzeit pokern Weil ich glaube, da würde ich immer sehr leicht gewinnen.
00:02:35: Weil man dir sehr leicht ansehen kann wie du dich fühlst und wie es dir gerade geht.
00:02:40: Und ich finde das ist eine absolute Qualität, eine Emotionalität auf sich die spüren lassen zu können.
00:02:48: Ich weiß gar nicht ob du das vermeiden könntest wenn du wolltest aber dass du das nicht kannst oder tust ist auf jeden Fall eine Qualität die ich sehr schätze wenn ich Beiträge von dir sehe.
00:02:59: Vielen vielen Dank!
00:03:01: Du kannst mich gerade sehen, weil wir das Ganze auch mit Video aufzeichnen und deswegen siehst du auch dass ich rot werde.
00:03:07: Es fängt schon damit an!
00:03:11: Ich glaube es ist ein schönes Kompliment.
00:03:13: also es fühlt sich für mich schön an.
00:03:15: vielen Dank dafür.
00:03:16: tatsächlich die Begeisterungsfähigkeit ist das eine aber wenn ich mich über was freue aber auch wenn ich Angst habe oder mich etwas Also manchmal bewältigen mich meine eigenen Emotionen und ich hab tatsächlich auch mal mit jemandem professionell darüber gesprochen, ob es nicht sein sollte dass man das besser reguliert damit man im Leben cooler sein kann.
00:03:39: Und der Tipp kam auch schonmal ja regulier dich besser.
00:03:41: aber ehrlicherweise habe ich dann irgendwann bei euch angefangen Reporterin zu sein und hab's dann einfach gelassen Und lebe die Emotionen aus sozusagen.
00:03:51: Für uns
00:03:51: ist es genau das, was wir gerne wollen.
00:03:54: Ich zum Beispiel schätze es total wenn du das machst.
00:03:59: Vielen
00:04:00: Dank!
00:04:00: Ja vielen, vielen Dank tatsächlich.
00:04:06: Danke schön dafür euch.
00:04:07: Guck mal da geht's schon wieder los.
00:04:08: Die Emotion nicht regulieren können.
00:04:10: aber ich freue mich sehr auf unser Gespräch
00:04:14: freue ich mich auch sehr drauf.
00:04:16: Das Thema, das wir haben ist in dem Sinne spannend weil es um Extrem-Tourismus geht.
00:04:23: also so... Es gibt Urlaub und Urlaub Leid und Urlaub mit viel Entspannung und dann gibt es glaube ich etwas.
00:04:30: da ist der Fokus anders.
00:04:33: Als Sie dich angerufen haben gesagt haben magst du bei einem Explorer mit dabei sein?
00:04:37: Und beim Explorer geht es auch immer sehr viel um mein Leben.
00:04:40: Wie habt ihr dich gefragt?
00:04:43: Ich bin, ich weiß doch genau das Telefon hat geklingelt mit einer der Nummern wo ich direkt wusste okay da passiert jetzt irgendwas.
00:04:49: Das könnte eine spannende Anfrage sein.
00:04:51: also bin ich an den Rand gefahren habe es entgegen genommen und ich erinnere mich dass die Kollegin erst so ein bisschen drum herum geredet hat ja und Explorer also müsst ihr mal gucken eigentlich steht schon.
00:05:03: aber also Es ist ein U-Boot Und ich erinnere mich dass ich sofort Ja gesagt habe und erst dann angefangen habe zu überlegen Was das eigentlich bedeuten könnte?
00:05:13: Es ist in der Karibik und du so ja.
00:05:16: Und dann hat sie gesagt, es ist ein U-Boot und du immer noch Ja!
00:05:19: Nee tatsächlich kam das mit der Karabik relativ spät.
00:05:23: erstmal kam nur hey dass ist ein u-Boat und da ist jemand also der bastelt da so dran rum und tatsächlich war es bei der erste gedanke okay das klingt wahnsinnig aufregend.
00:05:32: habe ich Bock drauf?
00:05:34: also dieses gefühl von da ist eine geschichte dahinter die kann nur cool werden.
00:05:40: Die möchte ich erzählen, das war der erste Gedanke.
00:05:42: Der nächste Gedankel war dann und er kam doch verhältnismäßig spät... Was für ein U-Boot!
00:05:49: Von was reden wir eigentlich?
00:05:51: Ich musste an die U-Boote denken, die man auch mal im Museum sieht oder bei irgendwelchen nächtlichen Dokumentationen, die so im Fernsehen laufen.
00:06:00: Die größten U-boote aus dem Zweiten Weltkrieg oder aus dem Kalten Krieg oder sonstiges.
00:06:07: Und dann sagte mir die Kollegin, Miri heißt sie.
00:06:11: Es ist ein ganz kleines U-Boot und derjenige, der dieses U-Boot gebaut hat war auch auf der Teiten.
00:06:20: Da wusste ich, das werden schwierige Gespräche mit Familie und Freunden, wenn ich denen erzähle was ich als Nächstes mache... Aber ich war aufgeägt!
00:06:34: Ich war wahnsinnig interessiert aber auch geschockt Weil dieses teiten Unglück hängt ganz eng mit unserer Geschichte zusammen.
00:06:41: Muss man vielleicht ein bisschen erklären für die Zuhörer, die es nicht wissen?
00:06:46: Also... Es gab eine Firma Ocean Gate, hieß sie und die sind runter zur Titanic getaucht haben dann irgendwann den Kontakt verloren haben noch versucht ich glaube zwei Tage lang versucht die zu finden in der Hoffnung sie noch retten zu können und da haben dann aber nur das frag finden können, weil es implodiert ist.
00:07:06: Als die ersten Nachrichten kam ein Forschungs-U-Boot wie es erst hieß heute wissen wir es war in dem Sinne kein Forschungs U-Bot Es war ein Touristen U-Boat hat den Kontakt verloren, auf dem Weg zur Titanic.
00:07:19: Und wer irgendwann mal in seinem Leben ein Fernseher angeschaltet hat oder den Film gesehen hat weiß das ist wahnsinnig tief!
00:07:25: Da unten ist gar kein Leben mehr und vor allem auch eigentlich keinen Leben mehr möglich.
00:07:30: Das heißt wenn der Kontakt zu so einem U-Boot abbricht dann heißt es entweder... Ist das ein technisches Problem?
00:07:37: Oder dass tatsächlich was passiert ist?
00:07:39: Dann war auch sehr früh klar weil der Wasserdruck da unten so riesig ist Da kann es keine Überlebenden geben.
00:07:44: So war's dann auch, an Bord waren ein Vater mit seinem Sohn der tragischer Weise eigentlich gar nicht runter wollte, der vorher Angst hatte und mehrere doch muss man so sagen sehr reich Menschen, Milliardäre mehrfache Multi-Millionäre die eben mal die Titanic das fragt dass was davon noch übrig ist wirklich sehen wollten.
00:08:04: und der Chef dieser Firma Ocean Gate genau Stockton Rush, der hat wie wir dann vielleicht auch im Verlauf unseres Gespräches aber auch in unserer Reportage sehen werde die Verantwortung dafür getragen dass es zu diesen Unglücke gekommen ist.
00:08:23: und der Mensch mit dem ich mich getroffen habe.
00:08:26: Mit dem wir uns als Team getroffen haben in der Karibik war ein guter vielleicht mit der engste Freund dieses Stockton-Rushs kleinen Schiff mit an Bord, natürlich nicht als das Unglück geschehen ist sondern einige Jahre davor und hat dieses Ungluck kommen sehen.
00:08:45: Und wenn sich das alles entfaltete in dieser Anfrage wusste ich, als ich das Jahr gesagt habe es war genau das Richtige!
00:08:50: Ich will dahin wissen was passiert ist.
00:08:54: aber es gab auch eine Menge Angst denn von der Anfrage bis dass es tatsächlich losging sind dann noch einige Wochen vergangen.
00:09:02: Aber dann nimm uns doch mal damit.
00:09:04: also das heißt irgendwann packt man seine Sachen Voll so ein bisschen U-Boot.
00:09:09: Da tauchen, da brauchen wir viel.
00:09:12: Ein T-Shirt, eine kurze Hose, ein paar Socken vielleicht...
00:09:16: Ich weiß noch genau, ich saß mit meinen Eltern beim Mittagstisch und hab dann den dümmsten Weg gewählt, den zu erzählen was ich als nächstes mache.
00:09:23: Ich bin nämlich eingestiegen mit hey erinnert ihr euch an dieses U-Bootunglück vor zwei oder anderthalb Jahren zu dem Zeitpunkt?
00:09:31: Papa so ja ja dieses Unglück mit den Milliardären an Bord und die sind alle gestorben!
00:09:35: Ich so Ja genau Ich fahre auch mit zum U-Boot.
00:09:39: Und meine Eltern sind wirklich cool, aber die waren so sauer und da gibt es bei mir... Aber das war das, womit ich angefangen habe.
00:09:53: Nein, nein stopp!
00:09:54: Es ist nicht das und es ist nicht die Firma.
00:09:56: Das ist doch nicht der Ort oder Nordatlantik.
00:10:00: gar nicht so schlimm.
00:10:02: und hab dann erzählt von Korallen, der Karibik oder jemanden, der versucht hat das zu verhindern.
00:10:07: Sie haben sich beruhigt aber... Das ist was für mich ganz privat auch am Anfang stand.
00:10:12: Niemand hat gesagt oh wie toll!
00:10:15: Und das
00:10:16: fand ich sehr beeindruckend.
00:10:17: Auch meine engen Freunde mit denen ich gesprochen habe die mich wirklich seit vielen Jahren kennen und die wissen die Maike ist bekloppt und sie braucht es auch und macht das gerne.
00:10:26: Die braucht den Stress, die braucht die Anspannung dass sie sagten, bist du dir sicher?
00:10:33: Willst du das
00:10:34: wirklich?".
00:10:35: Ich hab gesagt ja ich will das wirklich.
00:10:37: Ja aber ist das safe?
00:10:40: und bis zu dem Augenblick wo wir dann final abgetaucht sind habe ich Nachrichten bekommen mit Leuten die gesagt haben willst du das
00:10:59: irgendwo hinschicken, wo es gefährlich
00:11:01: ist.
00:11:02: Und wir würden glaub ich immer nach dem besten Suchen den man bekommen kann und ich glaube auch das also ohne zu spoilern, den hatten wir auch gefunden.
00:11:12: Absolut!
00:11:13: Wir würden dich nicht in Gefahr bringen... Das Problem ist glaube ich das Kopfkino, also das kannst du glaube ich nicht abschalten.
00:11:19: Exakt!
00:11:20: Selbst wenn du sagst so die würden mich ja keine Gefahr bringe.
00:11:22: ach die passend schon gut auf mich auf Die kümmert sich schon um alles Kannst du glaube ich im Kopf nicht abstellen, dass du sagst trotzdem mache ich mehr Sorgen als sonst.
00:11:34: Und das was du gerade sagst Ferdi... Ich kenne euch und unsere Redaktion gut genug dafür.
00:11:41: Ich kende die Umstände, ich kenne die Sorgfalt.
00:11:44: aber dieses Teitenunglück was eng mit Carl Stanley das ist sein Name der Nennen wir ihn der Tüftler oder auch der U-Boot Künstler, mit dem wir uns getroffen haben.
00:11:56: Der mit an Bord war... Ja,
00:11:58: der Ersten war ja, der sich was rangetraut hat ne?
00:12:01: Ja ein absoluter, ein Pionier in dem Bereich.
00:12:06: Für mich hat sich das alles erschlossen und meine Angst war eine andere als die meines Umfelds.
00:12:14: man hat daran aber auch gemerkt, was die Bilder dieser Zeiten, was das ausgelöst hat Was das für die Menschen, was sich da festgesetzt hat.
00:12:23: Erst mal wir hatten die Titanic bei diesem Unglück etwas, was ein Weltphänomen unserer Zeit dann eben dieses schreckliche, diese tragische Katastrophe, die auch noch hätte verhindert werden können.
00:12:39: Das war ein Skandal und dieser Skandal ist auf einmal auch für mein Umfeld aber auch für mich so zum Greifen nahe geworden.
00:12:46: Ich wusste ich werde jemanden treffen Der kennt sich mit diesem Thema aus, der war sogar an Bord und ich glaube das hat dann auch diese Intensität der Reaktionen meines Umfelds erklärt.
00:12:57: Aber letzten Endes mich hat niemand abgehalten ins Flugzeug zu steigen oder meine Koffer zu packen und das habe ich dann auch gemacht.
00:13:03: Einige Wochen später die Anfrage kam im Spätsommer und im spät Herbst ging es los.
00:13:09: Was mir gerade klar wird ist dass es eine Anfrage gibt und dann vergehen sechs Wochen wo du das mit Leuten besprichst den du vertraust Und niemand der dir sagt, geil das würde ich machen.
00:13:20: Sondern alle sagen, bist du mir sicher dass du das machst?
00:13:23: und mit diesem Zweifel reißt du da an?
00:13:25: Aber es lasst uns einmal ganz kurz... Einmal sangulieren!
00:13:29: Und jetzt vielleicht die Faszination mit dem, mit der du dann auf Reisen gegangen bist.
00:13:34: Ich habe mich unglaublich gefreut.
00:13:38: Wer war mit dabei?
00:13:40: Produktionsteam, dann was mal so.
00:13:42: Wichtige Leute die Zeitpläne im Blick haben und auch ein Autoredakteur mit dem ich mich vor Ort getroffen habe der das ganze begleiten sollte.
00:13:54: Und am Ende dieses Calls kam auf Ja, der Karl Stanley hat uns geschrieben es soll wohl einen heftigen Sturm geben Und ich hab's noch schon gedacht, oh oh oh ein heftiger Sturm.
00:14:04: Was wird uns da erwarten?
00:14:06: Können wir überhaupt mit einem U-Boot abtauchen wenn es da draußen heftig stürmt?
00:14:10: Mein naiver Gedanke war ja na klar!
00:14:11: Wir sind ja unter Wasser.
00:14:13: Warum denn auch nicht?
00:14:16: Also ich war wirklich so.
00:14:17: das wird doch auf jeden Fall funktionieren.
00:14:19: gar kein Ding.
00:14:20: und dort ist eben schon mal gefragt was habe ich in meinen Koffer eingepackt?
00:14:23: tatsächlich lockere Sommerkleidung also Ein paar feste Schuhe und ein paar offene Schuher, bloß nicht so viel.
00:14:31: Weil der Weg dorthin war mit viel, viel umsteigen und vielen Zügen- und Busfahrten ... Das wusste ich schon!
00:14:39: Also sehe ich dann zu, dass sich möglichst schmales Gepäck einpacken.
00:14:42: Weil auch alleine hingereist bin.
00:14:44: D.h.,
00:14:45: nicht mit einem Drehtim hier aus Deutschland sondern wir wollten uns erst vor Ort treffen.
00:14:50: Ja und Ferdi... Ich weiß Wir wollen eigentlich zu dem Abtauchen kommen, aber das Problem ist es so schwierig gewesen überhaupt erst mal an diesen Punkt zu kommen.
00:15:00: Es war wirklich eine der verrücktesten Drehgeschichten die ich in zwölf Jahren erlebt habe weil es nicht nur erstmal dieses was machst du da behaupt diese Frage ständig kam sondern es auch Höllen Schwierigte anzukommen.
00:15:15: Ich bin von Ich bin mit dem Zug nach Frankfurt gefahren, mit meinem Körferchen und den Sommerklamotten.
00:15:23: Also nichts Besonderes!
00:15:25: Und bin dann schon... Ich hab
00:15:26: Bock auf das mit Vinzen und Vinzen zu sagen, ich habe immer eine Barrose dabei.
00:15:29: Egal wo ich hinfahre.
00:15:30: Ja, wir haben immer Barrosen dabei.
00:15:32: Immer, immer.
00:15:34: Richtig!
00:15:34: Ich packe auch immer Badeklamotten ein und immer Flip Flops... Also es gibt tatsächlich so ein paar Dinge die hat man mit.
00:15:41: dazu gehört auch ganz, ganz dünner Schlafsack für den Fall dass man irgendwo da landet wo man sich eigentlich nicht auf die Matratze legen möchte.
00:15:48: Auch das passiert auf unseren Reisen.
00:15:51: also hat man so einen Standardpaket und da gehört bei mir immer Badanzuch Bikini ist immer mit dabei Und ich bin erstmal über die USA geflogen, was auch schon mal per se relativ wild war.
00:16:03: Zu dieser Zeit war gerade ein Shutdown.
00:16:05: Das heißt man hat in Europa gesehen Bau in den USA sowieso großes Chaos im Jahr zwanzig fünfzwanzig unanhaltend.
00:16:12: Ich kam also an, bin dann über mehrere Flughäfe in den US bis nach Honduras Gott sei Dank pünktlich!
00:16:21: Und war da in einer Stadt, die hieß San Pedro Sula.
00:16:24: Hat man noch nie von gehört, liegt im Inland vielleicht eine Flugstunde mit einem kleinen Flugzeug von Roatan.
00:16:33: Das ist die Insel auf der Car-Stadley-Wohn, das ist die INSEL, von der aus getaucht wird.
00:16:41: Da bin ich angekommen und sollte dort eine Nacht bleiben Und war total stolz.
00:16:46: Weil ich gemerkt hab, du musst das jetzt schon von Frankfurt über Chusten und dann nochmal über Chicago fracht mich nicht... Also es war wirklich ein einziges Gehopse weil man erst mal irgendwie nach Honduras kommen musste zur Zeit dieses Shutdowns!
00:17:02: Ich sollte am nächsten Tag von San Pedro Sula nach Roatan fliegen und dort das Drehtiemen treffen und wir wollten dann am nächsten tag drehen.
00:17:11: soweit so gut.
00:17:13: Ich bin dann am nächsten Tag nach einer relativ kurzen Nacht in einem Hotel in der Nähe von dem Airport in Honduras wieder im Flughafen angekommen und eine freundliche Flughafemitarbeiterin sagte mir, wir haben leider keine Direktflüge nach Roatan heute.
00:17:26: Das klappt nicht.
00:17:27: das Wetter ist so schlecht aber sie werden in einem Kleinstadt landen und von dort aus wechseln Sie doch mal das Flugzeug und bei mir wurde es schon im Nacken so.
00:17:35: Oh oh!
00:17:39: Man muss sich das so vorstellen.
00:17:41: Auch das ganz wichtig für diese Geschichte.
00:17:43: verzeiht an alle, die denken mein Gott was macht ihr jetzt gerade jetzt aus zu verschleifen?
00:17:47: Wir finden uns in Honduras.
00:17:49: Wir befinden uns nicht in Italien oder in Frankreich oder in Dänemark oder Deutschland.
00:17:53: Wir sind an einem Ort der...was die Infrastruktur betrifft um Längen abgehängt ist von dem was wir aus unserem Alltag kennen.
00:18:02: wenn es bei uns Eist oder regnet, an einem Frankfurter Flughafen.
00:18:07: Oder von mir aus auch in Nürnberg oder Hamburg ist man darauf eingestellt.
00:18:11: Dann sind da die Maschinen und Leute, das sind dann der Ersatzflugzeuge in der Regel um dieses Problem zu lösen.
00:18:17: Und ich habe auch bei dieser Reise wieder gemerkt dass sich mit den Normalitäten unseres Lebens viel zu sicher umgeht Denn wenn in Honduras das Wetter schlecht ist Dann kann es sein, dass für drei oder vier Tage das ganze Leben lahmliegt.
00:18:32: Und genau das ist mir passiert!
00:18:35: Ich saß an einem netten kleinen Flughafen mit ein paar anderen Touristen und vielen Locals in La Seba kurz vor dem Ziel.
00:18:44: eine Zwischenlandung, die nie geplant war... ...und dann hieß es hier fliegt heute noch ein Flugzeug?
00:18:51: Liebe Frau Greine sie können da jetzt mit rein.
00:18:53: Das war eine Chessner bisschen größer als der Chessler.
00:18:56: Also wir saßen da zu fünf oder zu sechs.
00:19:00: und dieses Flugzeug, ich spreche nicht so gut spanisch um verstehen zu können ob dieses Flugzeuge kaputt war.
00:19:06: Oder ob es einfach nicht fliegen konnte.
00:19:07: aber wir mussten aus diesem Flugzeug wieder evakuiert werden kurz nachdem es schon angefangen ist auf die Startbahn zu rollen.
00:19:15: Und das war dann das vorläufige Ende meiner Reise und ich sah es für drei Tage in dieser Stadt fest Denn Rortan diese Insel ist abgesoffen.
00:19:25: Auf Roatan hat es so furchtbar geregnet, dass da kein Flugzeug landen konnte.
00:19:30: Blöderweise hat das auf Roatan aber auch so furschbar geregnet, dass auch keine Fähren mehr hinkamen und ich saß fest!
00:19:36: Und das galt nicht nur für mich sondern auch für das Drehteam was aus Peru kommen sollte.
00:19:41: also ging erstmal gar nichts.
00:19:45: wir hatten fünf Tage für diesen Dreh eingeplant.
00:19:48: dazu gehört ja nicht nur das Abtauchen.
00:19:50: um eine Geschichte erzählen zu können zeigt man ja auch den Ort, an dem man erst mal führt Gespräche.
00:19:55: Und die Sanduhr lief also wirklich ab?
00:19:57: Ich hab mir dann Taxi genommen.
00:20:00: Bin von diesem Flughafen aus in diese Kleinstadt Lasseba.
00:20:04: Hab da Gott sei Dank noch ein Hotelzimmer bekommen und sagst drei Tage in diesem Hotelzimmertfest weil draußen wirklich die Welt untergingen.
00:20:10: Dann wurde viel telefoniert.
00:20:12: ob das mit Karl Stanley war oder der ist auch sehr cool war wir können anfangen über Karl Stanley zu reden ist der entspannteste Mensch, der mir je in meinem Leben über den Weg gerannt ist.
00:20:23: Karl sagt immer nur wenn das Wetter nicht gut ist machen wir hier gar nichts.
00:20:28: und ich sage...
00:20:29: Das hätte ich nicht so beruhigen können ehrlich gesagt weil es zeigt ja schon was für ein besonderer Typ ist.
00:20:34: also nicht steigtein die Chat nach geht's schon sondern ja genau
00:20:39: ganz genau!
00:20:40: Und dass hat es einfacher gemacht für mich diese ganze Situation zu akzeptieren.
00:20:49: Denn die größte Sorge, um darauf zu kommen – ich sage mal so meine beste Freundin, mein bester Kumpel.
00:20:56: Die Family hatte war das nicht wir als von Galileo diese Situation falsch einschätzen sondern im schlimmsten Fall der Person, der wir vertrauen.
00:21:08: und du hast es eben schonmal gesagt, Galileo sucht die besten aus.
00:21:10: und das war auch in diesem Fall so, dass Stanley war der Beste.
00:21:14: denn Karl hat gesagt ganz ehrlich bei dem Wetter machen wir hier gar nichts.
00:21:20: Die Maike sollte nicht unbedingt diese Flugzeuge steigen.
00:21:23: Denn man muss auch sagen, eines dieser Flugzeugen auf genau der Strecke ist erst im März ein halbes Jahr zuvor abgestürzt wegen schlechter Wetterbedingungen.
00:21:31: Guter Tipp von mir googelt sowas nicht wenn ihr in so einer Situation seid.
00:21:35: das macht wirklich Angst und ich habe mich dann dafür entschieden.
00:21:40: Ich werde auf gar keinen Fall rüberfliegen.
00:21:42: also die Flugzeige sind keine europäischen Airlines.
00:21:47: Da holt der Pilot die normale Checklist raus, bevor man auf die Startbahn fährt.
00:21:56: Ich hab gedacht bei aller Liebe und Aufregung, wenn dann geht's zu mich mit der Fähre weiter... Also habe ich viele Videos von Regen aufgenommen!
00:22:06: Habe ich eine Fähren nehmen können?
00:22:09: Die erste oder zweite Fähne, die wieder fuhr und bin endlich auf Roatan angekommen.
00:22:14: Diese Fähra ist noch mal ein Podcast für sich Kotzfähre genannt wird.
00:22:19: Da rennen wirklich Leute rum und verteilen Tüten, weil es so wackelig war!
00:22:24: Man hörte überall links-und rechts die Menschen, die sich erbrechen müssen.
00:22:28: Ich Gott sei Dank nicht... ich bin eine alte Seglererin, ich kann das ganz gut ab.
00:22:32: Aber Pferde, ich weiß, wir sind noch nicht mal am U-Boot angekommen.
00:22:35: Es war eine der wildesten Reisen aller Zeiten!
00:22:40: Wer dazu in den zweiten Teil von diesem Botgas nächste Woche?
00:22:45: Die Ur lief halt auch ab... Wir können ja nicht endlos zehn, vierzehn Tage an irgendeinem Ort bleiben.
00:22:52: Also bis ich auf der Insel ankam, war ich schon fünf Tage alleine unterwegs.
00:22:58: Und die Freude, das Drehteam zu sehen.
00:23:01: Die Freude auf dieser Insel anzukommen... Ich hab fast ein bisschen geweint!
00:23:05: Aber ich war so froh dass ich es überhaupt geschafft habe.
00:23:09: und jetzt kommen wir aber auch zu dem Punkt.
00:23:12: Wir reden hier nicht nur über die wilde Reise der Michael Greine sondern wir reden über Extremtourismus.
00:23:18: Das gehört dazu.
00:23:21: Wie extrem Tourismus sein kann und wie extrem so etwas sein kann zeigt sich schon An dem Weg dahin, das muss man mit einplanen.
00:23:30: Wenn man extreme Sachen erleben möchte, muss man auch damit rechnen.
00:23:34: Man steigt dann nicht in den Bus und dann steigt man in einen Flugzeug Und dann nimmt man eine Taxi und ist da.
00:23:39: Sondern Extremtourismus findet an Orten in der Welt statt wo man etwas Extremes erleben kann Sondern wo das Leben per se auch viel extremer ist, als das was wir kennen.
00:23:52: Was wir oft wenn wir an Tourismus denken und an Reisen denken gar nicht auf dem Schirm haben Nicht alles funktioniert so wie wir das gewohnt sind Und da war diese Reise ein wahnsinnig gutes Beispiel dafür.
00:24:03: Wir sind auf dieser Insel angekommen.
00:24:05: Ich weiß noch ich habe mein Koffer einfach nur in des nächstes Zimmer reingerollert Hab mich in frische Klamotten geworfen Dann sind wir zu kahl.
00:24:17: Das war neben der Reise an sich, neben dem Erlebnis des Allerkuhlste wie dieser Mann wohnt.
00:24:25: Was das für ein Freigeiß ist!
00:24:28: Wie klug er ist.
00:24:31: und Karl ist vor... ...twanzig Jahren nach Honduras gezogen?
00:24:37: Er is US-Amerikaner Ich meine aus Connecticut Und er hat mit ...fünfzehn Jahren angefangen, seine Begeisterung für das Meer und für U-Boote zu entdecken.
00:24:51: Und er hat es also bis hier sein ganzes Leben durchgezogen.
00:24:53: Das Erste was ich von ihm kennengelernt habe war sein wirklich... ...sein fester Handschlag.
00:24:58: Seine ruhige Art.
00:24:59: man muss sich Karl vorstellen der ist jetzt... Anfang Fünfzig, ein Fünfzig Jahre alt meine ich.
00:25:07: Ungefähr Meter, fünf achtzig groß sportlicher Typ, hat graue Haare sanftes Gesicht, also ist jetzt nicht so ein total verfreakter Daniel-Düsentrieb wie man sich den vielleicht vorstellt.
00:25:25: Den könnte man auch primar mittlere Management von irgendeinem Industrieunternehmen setzen.
00:25:29: So sieht der aus!
00:25:31: Also er sieht einfach normal aus.
00:25:34: es ist kein Typ wo irgendwie die Haare einsteinmäßig um Kopf stehen sondern ganz normaler Typ, aber mit einem außergewöhnlichen Wohnort.
00:25:42: Denn da wo andere Leute vielleicht einen Grillplatz haben, das steht bei ihm sein selbst gebautes U-Boot.
00:25:51: In einer der Buchten am südwestlichen Ende West Bay heißt das Ganze hat Karl ein Haus gekauft und dieses Haus ist direkt am Wasser, direkt in dieser Brucht Und hinten raus hat er sich einen Steg gebaut, der tatsächlich so zwanzig dreißig Meter ins Wasser ragt.
00:26:12: und am Ende dieses Stegs hängt das U-Boot.
00:26:16: Wer hatte überhaupt keine Gedanken darüber gemacht?
00:26:19: Wie parkt man eigentlich ein U-Boot?
00:26:21: Dinge über die man nicht nachdenkt... Dieses U-boot hängt tatsächlich an wie so einem selbstgebauten Carport unter der Decke und ist gar nicht im Wasser!
00:26:35: Und in dem Augenblick, also Karl ruhiger Typ der schüttelt einem die Hand und ich komme dann halt auch mit meinem, ich sag mal manchmal vielleicht auch ein bisschen überrollende Freundlichkeit bis hin zu aufgeregter Alter an.
00:26:50: Ich bin so nice to meet you!
00:26:52: So toll dich kennenzulernen.
00:26:54: I am so excited.
00:26:55: it's so awesome that your having us ne?
00:26:57: Also ich freue mich wirklich so dass wir... und er guckt mich nur so an und sagt ja ich weiß aber nicht ob wir fahren können Und das war also unsere erste Unterhaltung, die wir beide miteinander hatten.
00:27:07: Als wir dann um sein tolles Haus rum sind und das Boot gesehen haben wusste ich was er meint.
00:27:13: Die Wellen haben so stark geschlagen.
00:27:16: Also der erste Eindruck von Roatan und diesem U-Boot war um Gottes Willen Da hätte man auch nicht schwimmen können gar nichts.
00:27:22: da war kein Boot draußen die Palmen haben sich gebogen es hat so geregnet da ging gar nix.
00:27:33: Ich bekam auch noch viele Nachrichten aus München von der Produktion und von Autoren, von Kollegen.
00:27:39: Und der Kollege Johannes Musial hat parallel auch den anderen Teil von unserem Explorer gedreht.
00:27:45: Der war ein paar Pornolgenäher und er war dann schon auf dem Rückweg und schrieb mir Maike wie sieht's aus oder überhaupt?
00:27:50: Und mir war klar das wird nix!
00:27:54: Weil Karl auch sagte dass wir nichts und das war der Punkt.
00:27:59: Er hat uns dann Ja, er hat uns dann relativ flott erklärt.
00:28:04: Liebe Leute, wenn hier nicht ein Wetterwunder passiert werden wir nicht fahren können weil das Boot wird das nicht schaffen.
00:28:14: Als du das U-Boot gesehen hast... Dein Wissen von U-Booten ist ja aus dem Doku Channel, d.h.
00:28:22: schwarz-weiß, braun oder grau.
00:28:26: Als ich das U das erste Mal gesehen habe, hab' ich mir gedacht Ist es echt?
00:28:30: Oder ist es sein Kinderspielzeug?
00:28:31: weil es erstens Quiche Gelb ist und zweitens eher ein bisschen lustig aussieht, oder?
00:28:37: Also was war deiner?
00:28:38: Es
00:28:38: sieht ganz... ...es sieht ganz putzig aus.
00:28:42: Ganz niedlich!
00:28:43: Man kann sich das vorstellen wie so'n... ja, wie so ein mittelgroßes Auto.
00:28:50: Sucht euch eine Marke aus Mini, Twingo, Golf, ja.
00:28:54: So, das hat so ne Kleinwagengröße.
00:28:56: Ist das
00:28:56: gelb?!
00:28:57: Und es hat tatsächlich auch oben so nen
00:29:00: Knubbel
00:29:01: wie so ein Aussichtskuckloch.
00:29:04: Es sieht aus, es sieht aus wie das was ich meinem kleinen Neffen schenke damit er da mit in der Badewanne spielen kann.
00:29:10: Ein gelbes knubbeliges.
00:29:11: We All Live In A Yellow Submarine Boot und ab da gab's für mich natürlich kein Halten mehr ne?
00:29:19: Also da kam dann auch so eine gewisse sowas wie.
00:29:21: Das Wetter ist jetzt schlecht Wie Ich Möchte Beide dieses U-Boot rein.
00:29:25: Das muss jetzt hier passieren.
00:29:27: also da traf dann die Coolness von Karl auf diesen wunderschönen Ort, der im Regen abgesoffen ist.
00:29:35: Auf dieses knubbelige kleine U-Boot das wirklich aussieht als ob man damit neben einem Schwimmbad auch mal drei Runden drehen könnte was aber bis zu anderthalb Kilometern Tiefe tauchen kann.
00:29:47: Ja und letzten Endes haben wir dann erstmal mehr geredet als dass wir erleben konnten was aber auch ganz wichtig war.
00:29:54: also mit Kahl gerede um erst einmal.
00:29:58: ich durfte rein ja Aber erst nach dem Karl uns ein bisschen kennengelernt hatte.
00:30:03: Das war ganz interessant!
00:30:05: Also
00:30:05: wir haben erst viel, also man muss sich das nicht so vorstellen dass wieder ankommt und der macht dann die Tür auf und sagt ja guckt doch mal sondern es war erstmal auch viel Talk.
00:30:15: Viel miteinander reden ihm nahekommen und ich glaube ich selbst wenn er sich diesen Podcast auf Englisch übersetzen lassen würde oder ihn hören würde nimmt er's mir nicht übel.
00:30:25: Man musste diesen Mann erstmal auch knacken.
00:30:28: Und auch das ist Ein ganz wesentlicher Teil, weil bei Alben war immer noch so die Frage okay mit wem fahren wir da eigentlich runter.
00:30:35: Wer ist der Typ hier überhaupt?
00:30:37: Und vor allem er hat dieses U-Boot gebaut können.
00:30:39: wird ihm vertrauen und traut er uns das auch zu.
00:30:46: Ja!
00:30:47: Da wurde es dann halt menschlich und das war insgesamt ganz spannend.
00:30:50: also nachdem ich dann acht mal von dem gelben U-Boat auf und abgehüpft bin und unsere Kamera war dann fast durch Nest und alle wollten wieder rein und sich ein Tee machen weil's wirklich so grausam nass war sind wir erst mal mit Karl ins Gespräch gekommen und haben ihn besser kennengelernt.
00:31:04: Ich bin dann aber später in das U-Boot, da kann ich dir sagen... wie nennt man's?
00:31:09: Platzangst oder Klaustrophobie?
00:31:13: Die Klauestrophobien, die das Angst... also das sollte man nicht haben!
00:31:19: Hast du schon mal einen U-Boat?
00:31:22: Darf ich dich mal fragen?
00:31:25: Wenn du jetzt gesagt bekommen würdest Du wirst in so ein U-Boot steigen.
00:31:30: Wie stellst du es dir vor?
00:31:32: Das würde mich jetzt gerade mal interessieren!
00:31:34: Eine interessante Frage, weil ich habe normalerweise nicht Angst in engen Räumen.
00:31:40: Ich bekomme
00:31:41: Angst wenn Wasser im Spiel ist und ich das Gefühl habe... Wenn das Wasser jetzt steigend würde und ich mich nicht mehr bewegen könnte hätte ich ja ein Problem.
00:31:49: Also Wasser an sich mit aller Faszination.
00:31:51: Ich tauche gerne.
00:31:52: Ich schwimme gern.
00:31:53: Ich bin Wassersportler.
00:31:54: Ich mag das alles total gerne.
00:31:56: Ähm, ist das natürlich ein feinlicher Ort.
00:31:59: Wenn du unter Wasser bist und nicht atmen kannst, hast du ein Problem.
00:32:01: Du brauchst mal getaucht mit der Flasche zum Beispiel... Und beim ersten Mal runtertauchen hab ich die ganze Zeit gedacht kann ich dem trauen?
00:32:07: Dann war ich ganz froh weil es nur halt nicht tiefer, zwei Meter tief bin ich wieder hoch habe in der Luft gestappt und dann musste ich mich darauf einlassen!
00:32:16: Ich glaube dass ist so das grundlegende Ding.
00:32:18: also dir klar zu machen Dass du dich darauf ein lassen musst wenn du das jetzt machst ist glaube ich was, was du mit dir selber ausmachen musst.
00:32:29: Also das wäre so meine Empfindung.
00:32:34: Also eine ganz andere Erfahrung.
00:32:35: Ich habe mal einen Bungie-Jump gemacht zum Beispiel.
00:32:38: Wow!
00:32:39: Da
00:32:39: hätte ich Angst vor.
00:32:42: Es war einer Schlucht und es war dann so, okay ich bin schon angeschnallt.
00:32:46: Ich werde mir nicht die Blöße geben jetzt zu sagen, nein mag ich doch nicht.
00:32:50: also habe ich mir ganz klar gesagt das ist jetzt wenn ich jetzt springe, spring' ich und ich zieh's durch Und es war wie ein kleiner Tod in Anführungsstrichen weil es sich halt komisch anfühlt die Kontrolle aufzugeben aber nach zwei Sekunden fallen Merkst du, wie das zieht?
00:33:07: Und dann kommt die Kontrolle auch zurück und dann ist sein unglaublich cooles Gefühl.
00:33:12: Und da ich ja den Beitrag auch schon gesehen habe, weiß ich dass wir jetzt zu diesem Gefühl noch kommen werden.
00:33:18: Aber ich glaube, das ist was, was auch so?
00:33:22: Trainer, die dich auf sowas vorbereiten oder Menschen also Mentalcoaches zum Beispiel, die dir immer sagen versucht dir das Gefühl zu holen, dass du erwartest statt dich in dieser Angst zu verbeißen.
00:33:34: Und ich glaube, wenn du claustrophobisch bist
00:33:36: und es
00:33:37: sich aushältst, dann schaffst du's glaub' ich nicht!
00:33:40: Dann geht das mentale Trick, versuch dich ein anderes Gefühl zu begeben, Weil das andere viel zu stark ist, aber wenn man sich darauf einlassen kann es ist halt unglaublich schön.
00:33:56: Und ich hatte das Gefühl dass du da schon warst.
00:33:59: also vielleicht auch weil es so viele Widerigkeiten gab.
00:34:02: warst du schon bald ist mir ganz egal.
00:34:04: Ich gehe auf jeden Fall da runter.
00:34:06: Vielleicht hattest Du das auch schon.
00:34:07: mit allen Gesprächen vorher Hattest du dich schnell hingebracht?
00:34:10: Jetzt lass mich endlich darunter.
00:34:13: Und dann kommt da noch ein Punkt, der bei dieser ganzen Geschichte am tragischsten war.
00:34:17: Weil wenn ich jetzt... Ich habe es gerade mitbekommen du bist fünf Tage angereist hast diesen Typen kennengelernt hat uns das Gefühl wow!
00:34:24: Bei dem bin ich sicher Hast du dieses U-Boot gesehen gesagt hey das finde ich cool.
00:34:28: mit dem möchte ich runter gehen
00:34:30: und
00:34:31: dann
00:34:33: sitzen.
00:34:33: wir haben
00:34:34: Wetter im Weg.
00:34:36: Dann war Wetter.
00:34:38: Ja Dann war wetter.
00:34:41: Ich bin rein ins U-boot.
00:34:43: Und das Interessante, wie du es beschrieben hast.
00:34:48: Man hat eine Erwartung an einer Situation und ich habe mich aber selber lustig gemacht in meiner Erwartungen.
00:34:56: Dieses U-Boot war, dass es viel größer wäre auch innen drin, dass da viel mehr Platz ist, dass das viel mehr Tourismus ist, wir sitzen da auf so Sesseln... Ich weiß gar nicht!
00:35:07: Also ich hab auch gedacht Meike Kleine, wie blöd bist Du denn?
00:35:11: Was hast Du denn
00:35:12: erwartet?!
00:35:13: Karl Stanley hat dann gesagt, okay.
00:35:15: Heute gehen wir mal rein und wir unterhalten, führen Gespräche unten in dem U-Boot... Und ich sitze da mit diesem Mann der irgendwie über eins achtzig ist und ich und das U-Boot war voll!
00:35:29: Das ist kein Kubikmeter auf gar keinen Fall.
00:35:32: Und da unten haben der Karl und ich gesessen draußen neunzwanzig Grad eine Luftfeuchtigkeit wie in einer deutschen Dampfsauder Freitagsabend zum achtzehn Uhr.
00:35:43: Und es war wirklich dermaßen warm und er hat mir aber erzählt, mit wem er da unterwegs ist so wie oft der das schon war und dass er schon Promis an Bord hatte.
00:35:52: Maduro, der ja in letzter Zeit durch seine Verhaftung durch Donald Trump war, war mit Karl Stanley schon in diesem U-Boot.
00:35:59: Das alles hat dazu geführt, dass ich das natürlich noch mehr wollte, aber er hat mich dann auch angeguckt und gesagt, das wird nicht klappen!
00:36:05: Und das war dann auch das letzte Wort.
00:36:08: Abpacken wir jetzt die Koffer und fahren wieder?
00:36:10: Schön wär's gewesen.
00:36:13: Wie bitter wäre es, wenn das jetzt schon die letzte Episode gewesen wäre?
00:36:18: Wie froh bin ich dass du nochmal hingereist bist um doch mal einen zweiten Versuch zu starten wie da fünf Tage unterwegs.
00:36:25: oder ging es diesmal schneller?
00:36:27: Es... wir hatten ganz viel Glück!
00:36:32: Wir hatten
00:36:32: ganz viele Glück.
00:36:35: drei Wochen später habe ich wieder meine Koffer gepackt.
00:36:40: Drei Wochen später habe ich wieder in die absolut generften Augen von Freunden und Familien geguckt, die nur waren.
00:36:47: Wenn es doch beim ersten Mal nicht klappt, warum fährst du denn wieder dahin?
00:36:52: Bist du eigentlich total
00:36:54: bekloppt?".
00:36:54: Und ich hab gesagt, nein!
00:36:56: Ich will das jetzt!
00:36:57: Wir ziehen das jetzt
00:36:59: durch!".
00:37:00: Also ging's wieder hin... ...und der zweite Ankunft in Roatan war eine ganz andere.
00:37:09: Es...
00:37:10: Die Palmen wehten im Wind, die Fischer fischten auf ihren Booten.
00:37:15: Traumhafte Sonnenuntergänge.
00:37:17: Touristen mischten sich mit fröhlichen Einheimischen und ich hatte das Gefühl, ich komme das zweite Mal an diesem Ort an.
00:37:23: Nein!
00:37:23: Ich komme das erste mal zum zweiten Mal an so.
00:37:27: Es war eine ganz andere Stimmung.
00:37:30: es war... Ich habe das erste Mal dann auch gesehen wie Traumhaft für die Karibik an diesem Wort wirklich sein kann.
00:37:39: Das Schöne war, dass das auch wiedererkennen bei einigen Leuten auf dieser Insel gab an diesem Ort.
00:37:45: Die gesagt haben, guck mal da ist diese Frau hier unbedingt mit Karl in das U-Boot steigen will.
00:37:50: und dann war auch Karl wieder da!
00:37:53: Und ich glaube er hat sich gefreut.
00:37:55: Also dieser Mann sieht dem nicht unbedingt seine Emotionen so an aber er hat es sich gefreut und dann ging es auch wesentlich entspannter als beim ersten Mal.
00:38:07: Wir haben das U-Botang dann noch, Kai war gut drauf.
00:38:13: Das Wetter war gut es waren anderes Team.
00:38:16: Das Team vom ersten Mal konnte aus Terminkründen nicht wieder dabei sein.
00:38:22: also war das Team dabei was auch vorher bei der Planung eng mitgearbeitet hatte.
00:38:31: Es waren Kameramann der Joshi Der Basti Autor und Produzent auch von vielen Galileo-Explorern.
00:38:38: Und meine Wenigkeit, und wir drei haben uns dann an einem Abend mit Karl getroffen um abzutauchen.
00:38:46: Ich weiß Ferdi das war eine lange Herführung aber es gehört alles!
00:38:50: Es gehört irgendwie zu dieser Story und dem extremen Tourismus dazu.
00:38:58: Also ihr seid dann... wer hat dir am anderen Tag am Tag abgetaucht.
00:39:07: Und war es dann beim zweiten Mal eher in der Nacht?
00:39:11: Oder hat das andere Gründe, ich will...
00:39:14: Ich
00:39:15: habe...
00:39:17: Das hat tatsächlich bei... Wir haben das anfangs auch nicht so ganz verstanden weil man denkt ja, es ist doch besser wenn's hell ist aber und da kommen wir vielleicht mal zu dem Thema.
00:39:29: warum macht Karl das eigentlich?
00:39:30: Ja.
00:39:31: Karl forscht auch in der Tiefsee.
00:39:34: Karl hat schon, ich weiß nicht wie viele Dutzend Fische und Lebewesen entdeckt die vorher nie jemand entdeckte.
00:39:45: Und Tiere sind auch nachts im Meer aktiver als tagsüber.
00:39:51: Und Karl wollte unbedingt dass wir auch Tiere sehen.
00:39:54: das wir nicht nur in Anführungszeichen die den Meeresgrund sehen, wo ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste was man sich darunter mal vorstellen sollte.
00:40:03: Auch da bin ich relativ mit einer naiven Vorstellung angegangen sondern Karl hat gesagt lass uns versuchen heilzusehen!
00:40:10: Lass uns versuchen so viele Tiere zusehen wie möglich und das findet nachts statt.
00:40:15: Und darum hat er gesagt wir fahren abends erst ja...
00:40:18: Und ähm.. Wie schnell ging das dann jetzt?
00:40:20: Also nach dem kurzen Lohn nochmal in einem kurzen Quatschen also für die Kamera brauchtet ihr das ja nicht mehr weil ihr habt ja schon euch kennengelernt.
00:40:28: Konntet ihr eigentlich gleich starten?
00:40:30: Okay, das heißt da hat er gesagt alles klar macht euch bereit in vier Stunden drei Stunden zwei Stunden legen wir los.
00:40:37: Nee, das wäre ja wieder zu einfach gewesen.
00:40:41: Wir kamen an es war Montag und wir kamen Sonntags.
00:40:44: Das ist ja einfach.
00:40:45: Entschuldige bitte.
00:40:48: Sonntag kam mir an dann wir uns als Team getroffen sind.
00:40:51: dann Montags zu Karl der hat erst mal gesagt heute ist noch nicht ideal.
00:40:55: wir fahren morgen Wahnsinn.
00:40:57: Und dann war es Dienstag.
00:40:58: und dann waren wir Dienstag bei Karl, der hat übrigens auch mittlerweile ein Hotel neben Karl ne?
00:41:03: Also dass wir einfach wirklich ... Wir haben quasi hundert Meter Luftlinie von ihm gepennt das wir sobald es geht einfach auch los können.
00:41:11: und Dienstag sagt uns Karl wieder nein heute passt es nicht und da wurde ich dann nervös.
00:41:15: wie lange sollen wir denn jetzt noch warten?
00:41:17: und wie ist das bei anderen Leuten?
00:41:19: man kann das ja buchen.
00:41:20: also wer das jetzt hört und denkt oh mein Gott das Chaos will ich auch erleben ihr könnt es buchen Wer macht denn das mit?
00:41:27: Also wer wartet denn auch tagelang dann vor Ort und guckt mal, wie es so läuft.
00:41:32: Und wann können wir dann runter?
00:41:34: Dann hat er sich festgelegt, hat gesagt, Mittwochabend um siebzehn Uhr treffen wir uns.
00:41:39: Cool!
00:41:41: Und dann ging uns sowas von die Pumpe dem Yoshi des Basti und auch mir weil dann hatten wir den Termin vorher die
00:41:48: ganze Zeit gewohnt.
00:41:49: ihr wollt ihr wollen
00:41:53: Erst mal war dann auch tatsächlich in einem Menemou, passen wir da überhaupt alle rein.
00:41:58: Weil ich bin... Ich soll für den Zuschauer erleben und das kommentieren und mich mit den Leuten vor der Kamera unterhalten.
00:42:06: Du brauchst immer noch jemanden, der das Ganze dreht.
00:42:09: So!
00:42:10: Und dann unter uns bleibt die eine Person oben da sitzen oder lebt das nicht mit?
00:42:14: Das war ein bisschen anders als bei anderen Drehs dass wir dann auch wirklich gesagt haben okay, wir wollen da als Team zusammen runter.
00:42:21: Wir haben jetzt hier auf wieder Tage lang gewartet und das muss man auch sagen.
00:42:26: es ist auch was Einmaliges im Leben und da kommt der Teamgedanke nicht zu sitzen und zu sagen ich will jetzt unten mehr Platz haben lieber Kollege bitte bleibt du oben stehen und wart ihr dann auf uns sondern das fühlte sich dann auch noch größer an als als der Dreh wenn ich das überhaupt so sagen darf.
00:42:44: aber Wir wussten, wir werden etwas erleben können.
00:42:53: Und wir können etwas zusammenleben was nur ganz wenige Menschen überhaupt erleben.
00:42:59: Wir reden hier davon etwas zu erleben das dem Weltraum gleich kommt.
00:43:07: Das Meer ist unerforscht!
00:43:09: Wenn wir reden von zwei, drei Metern die die meisten von uns überhaupt in die Tiefe tauchen könnten.
00:43:15: Mit unseren Lungen mit unseren Mündern und Nase sondern das Ende im Gelände.
00:43:19: Wir reden davon dass es eigentlich nur dem Militär möglich ist U-Boote zu bauen oder sie zu finanzieren.
00:43:25: sagen wir mal bauen können.
00:43:26: das einig aber das muss man erstmal finanziert werden die in diese Tiefen gehen und dann reden wir von den Null Komma null null null null null null eins Prozent.
00:43:35: Menschen die das Geld haben sich im Privat des U-Boot zu leisten der das Ding einfach seit thirty-fünf Jahren, der da anbaut und er das lebt.
00:43:46: Und er sagt okay let's go!
00:43:49: Also haben wir gesagt Wir gehen als Dreierteam rein Haben dass sie den stunden davor noch ausprobiert?
00:43:56: Und dann bricht die ich liebe das so.
00:43:58: dann brich die hektik aus.
00:44:00: wie viel kameras wie viele mikrofone?
00:44:02: wo sitzen die?
00:44:03: wer kann was halten Wer sich?
00:44:09: Also ihr könnt euch vorstellen, wir haben halt einen Versuch und da muss alles sitzen.
00:44:13: Das heißt man muss in so einem winzigen U-Boot den Kahl sehen können.
00:44:16: Man muss mich sehen können!
00:44:18: Man musste aber auch immer noch die Möglichkeit haben flexibel mit einer Kamera zu sein.
00:44:24: Man muß rausgucken können und wie eben schon beschrieben.
00:44:26: Da unten ist kein Platz.
00:44:27: also haben wir den Nachmittag vor dem Abtauchen und ich glaube das hat uns dann auch ein bisschen beruhigt weil wir konnten unserem einfach nur unseren Job nachgehen dieses U-Boat die heißt Ida Bell auszustatten.
00:44:41: Und dann kam der wunderschöne karibische Sonnenuntergang und das ist eigentlich ganz süß gewesen auch, dann wurden die beiden Jungs mit mir immer ruhiger.
00:44:53: Dann sind wir in des Boot runter und wirklich so vor meinen Augen wie auch jetzt gerade während ich das erzähle, ist diese ganze Reise noch mal so von meinem Auge abgelaufen, diese Unwahrscheinlichkeit zu was erleben zu können, Für mich auch, also ich erzähle das so runter.
00:45:08: Aber es ist auch schon belastend, tagelang alleine durch die Weltgeschichte zu eiern und nicht zu wissen, klappt das oder klappt es nicht?
00:45:13: Total!
00:45:14: Und dann nach Monaten endlich dazustehen... ...und dann schrieb meine Schwester, die wirklich ein ultra-cooler Typ ist und meine Schweste hat selbst schon in Atlantik überquert mit einem Segelboot.
00:45:26: Also die bekloppt hat liegt in der Familie Mir selbst.
00:45:29: Seglerin hat in Atlantik überquert.
00:45:31: Drei Wochen lang ist in der Nähe angekommen damals von Tenerife, wo ich dann auf Roatan war und die schrieb mir nur so weh du meldest dich nicht sofort wenn du wieder gut oben angekommen bist.
00:45:49: Trotzdem gut zu sagen meld dich wenn du da oben bist.
00:45:52: ja hatte es gerade Angst dass sie dir Angst macht hat sie aber nicht gemacht.
00:45:55: sehr cool
00:45:58: Ja, die ist eine alte Abenteurerin.
00:46:00: Aber was soll ich sagen?
00:46:01: Dann sind wir rein ins U-Boot und da ging der Wahnsinn dann ja erst wirklich richtig los.
00:46:11: Boah, fertig es war!
00:46:14: Oh Gott, ich kann das... Ich bin so froh dass es ein Film gibt weil das kann man gar nicht beschreiben.
00:46:21: Das glaube ich nur die Übertragung hier.
00:46:22: So
00:46:22: froh, dass es das auch filmen gibt.
00:46:26: Ich glaube, ich könnte nie vollständig erklären wie es da aussieht wenn das Ganze nicht komplett gefilmt worden wäre.
00:46:34: Das ist atemberaubend!
00:46:37: Ich fand auch den Moment... Also das ist der O-Ton wo du sagst dein Puls ist bei über hundert und also da ist schon auch Nervosität in dem Moment.
00:46:48: oder dann ist man schon angespannt?
00:46:52: Man ist sehr angespannt weil in diesem Fall gibt's eigentlich nur eins oder null Entweder wir gehen runter und wir kommen wieder hoch oder wir gehen herunter.
00:47:02: Und wenn man in so einer absoluten Situation ist, also ich bin nicht mit dem Ohne Fallschirm aus einem Flugzeug gesprungen.
00:47:12: Also ich konnte auch auf die Erfahrung von Karl bauen aber das schleicht sich dann schon so ein Gefühl hoch von entweder es klappt oder es klappt nicht und es musste klar sein.
00:47:24: Ja da wurde ich tatsächlich nervös.
00:47:28: Was macht der Karl in so einem Moment?
00:47:32: Ist er beruhigter dich und sagt, jetzt entspannen mal oder ist er schon in seinem Tunnel?
00:47:37: Der Karl ist glaube ich immer irgendwie in seinem eigenen Tunnel.
00:47:42: Ich fand das sehr sympathisch auf eine Art und Weise... Er hat gar nichts gesagt!
00:47:48: Also der war nur darauf fokussiert so, jetzt bitte einsteigen.
00:47:51: Einmal noch mal bitte Füße abklopfen, bitte keinen Sand ins U-Boot!
00:47:55: Dann geht mal rein und los geht's.
00:47:57: Das wars also nichts von wegen.
00:47:59: Wir halten uns jetzt doch an den Händen.
00:48:00: und wie toll diese gemeinsame Erfahrung gar nicht Skal alle bitterein Luke zu abgeht.
00:48:06: Da gab es keine Ansprache da gab es auch kein bist du dir sicher sondern der grinst und sagt Sondern let´s go.
00:48:13: Und auf eine Art und Weise fand ich das sehr sympathisch.
00:48:17: Aber ich glaube, wenn jemand wirklich Beruhigung braucht vorher ist Kai nicht unbedingt die Besser und die das macht.
00:48:25: Verstehe.
00:48:26: Und dann ihr seid mit dem U-Boot erstmal rausgefahren oder?
00:48:31: Also erst mal ins Wasser rein...
00:48:36: Ja ins Fahrwasser!
00:48:37: Genau also jeder der sich vielleicht ein bisschen mit Boots fahren auskennt ob es jetzt Kanu ist oder Segelboot Motorboot Es gibt Fahrrinnen, also ein Bereich auf dem Wasser durch den man durchfahren kann um aufs offene Meer hinauszukommen.
00:48:52: Da muss man auch durchfahren.
00:48:53: das hat verschiedene Gründe.
00:48:54: zum einen weil vielleicht außerhalb Korallen sind oder tatsächlich dass Wasser gar nicht tief genug ist und dieser Moment wo das Boot die Eidebell ins Wasser herabgelassen wird und dann von den Seilen gelöst wird Ja, man sitzt in dieser Styroporkugel und das Wasser schwappt auf das Bullauge.
00:49:20: Und das alleine war schon wahnsinnig aufregend!
00:49:24: Es fühlt sich erst mal an als würde man durch ein Bullauge quasi unter Deck rausgucken aufs Wasser.
00:49:31: Allerdings muss man sagen, dass wir ... Das war ja zu dritt der Joschi Basti und ich.
00:49:37: Wir saßen da drin und es war unfassbar heiß.
00:49:41: also Noch mal zur Erinnerung.
00:49:43: Wir sind nicht an der Nordsee, wir sind auch auf Malle im Dezember.
00:49:48: Sondern das ist die Karibik draußen, tagsüber, über thirty-fünf Grad und die Eidebäll hat sich aufgeheizt.
00:49:56: Auch die Luft hat sich aufgeheizte.
00:49:57: Es sind dann vier erwachsene Personen in diesem wirklich winzigen Raum eingefärgt Und mir ist diese Suppe aus allen Poren und überall.
00:50:08: Da gab es einen kleinen Ventilator ein ganz kleiner Ventilator, so fünf Zentimeter Durchmesser.
00:50:14: Da unten ist ja kein Platz und der hat gerödelt, gerödet, gerödet... Wir waren glaube ich die ersten Minuten erst mal damit beschäftigt uns irgendwie daran zu gewöhnen wo wir gerade sind.
00:50:26: also es war sehr viel auf einmal und da muss ich sagen was auch wieder schön das Karl gar nicht viel erklärt hat.
00:50:33: Also müssen einfach gefahren und sind wie die kleinen Kinder haben wir da unten drin gesessen Kotze eigentlich nicht fassen, was da gerade passiert.
00:50:42: Und vom Abtauchen hat der Karl da zumindest irgendwas gesagt.
00:50:46: oder ist er einfach nur... Hat er einfach mal das Ding abkippen lassen und dann runter gegangen?
00:50:51: Genau dass es passiert!
00:50:53: Das Ding ist... Also wobei... Ja, er ist eigentlich abgekippt und ist abgetaucht.
00:51:03: Dieses Bullauge vor dem wir mit großen Augen gehockt haben, das sieht man im Film auch ganz wunderbar, ist relativ groß.
00:51:10: also ich würde sagen halben Meter Durchmesser, das heißt also drei Leute können da ganz gut durchgucken und man sieht was passiert.
00:51:19: Interessant ist aber tatsächlich auch wie wendig dieses U-Boot ist!
00:51:23: Er hat es dann erstmal abgesenkt und ist dann tatsächlich so ein bisschen nach vorne gekippt.
00:51:30: Das mal geht so ein bißchen wem auf zu Grunde für einige Meter Und als wir gemerkt haben dass wir vollständig von Wasser umgeben sind Wir haben uns dann so ein bisschen angefangen naiv zu bewegen.
00:51:43: Ich erinnere mich, dass ich mich noch weiter an das Bullauger ran wagen wollte vor dieses große Fenster was da drin war und dann ist dieses ganze Boot plötzlich nach vorne gekippt.
00:51:54: Und das war auch der Moment wo ich gedacht habe okay oh Gott oh Gott!
00:51:59: Es ist wirklich einfach nur eine Kugel in der wir drinnen hocken und Karl hat es gar nicht groß kommentiert.
00:52:08: Und auch Gott, ich freue mich so davon zu erzählen, weil das so schöne Erinnerungen sind.
00:52:13: Wir sahen dann plötzlich als es runter ging ein Schwarmfische und die sind für mich bis heute wie die Silbertaler Fische.
00:52:21: So habe ich sie genannt, weil es aussah, als ob wirklich Silbertalar vor diesem Ubo tanzen würden.
00:52:27: Die sind mit uns mitgeschwommen!
00:52:30: Dann hat sich eine Welt von uns ausgebreitet Die eigentlich ganz anders war als ich sie mir vielleicht am Anfang, als diese Anfrage reinkam.
00:52:40: Hey, möchtest du mit dem U-Boot in der Karibik tauchen gehen?
00:52:43: Vorgestellt hab!
00:52:44: Man denkt... Wenn man ans Tauchen denkt und an die Karibikt denkt, denkt man an Korallen also ich zumindest.
00:52:52: Korallen und bunte Fische und so Great Barrier Reef mäßig.
00:52:57: aber es ist ganz anders.
00:52:58: Es ist viel unaufgeregter Es ist vor allem einfach Unendliches Blau.
00:53:07: Also man sieht erst mal, wenn man da abtaucht gar nicht so viel.
00:53:09: Es war ja auch schon Nacht!
00:53:10: Man hat diese tanzenen Silberfische im Licht des U-Boots und man hat dieses unendliche Blau durch das wir dann mit Sicherheit zwanzig Minuten einfach durch... Wir sind einfach durchgetaucht.
00:53:26: Das hat nicht aufgehört.
00:53:27: die ganze Zeit springe mal hier und dach so winzige kleine Tintenfische vor dem Fenster rum oder man sieht Plankton oder mal so eine kleine Alge.
00:53:39: Es passiert eigentlich gar nicht viel, aber wenn man in so einem unendlichen blauen Strom taucht... Also es hat süchtig gemacht!
00:53:49: Ich weiß ich hab da gesessen und raus geguckt und ich hatte das Gefühl, ich möchte jeden einzelnen Moment für immer auf meine innere Festplatte brennen.
00:53:56: Das war so toll!
00:54:03: Wählt
00:54:04: man ein Gefühl für tiefe meiner ganzen Geschichte?
00:54:06: Oder ist das nachdem das erste Mal das ganze Ding von Wasser umschlossen ist, verliert sich... Also keine
00:54:13: Ahnung.
00:54:16: Für mich, wie du es erzählt hast, hat das für mich ein Gefühl vom Weltraum.
00:54:20: Irgendwann bin ich wie im Weltraum und das ganze Rauchstelle vorbei und du verlierst so jedes Gespür für Tiefe, Zeit, Entfernung, alles Mögliche.
00:54:29: So eine
00:54:29: ganz eigene Welt.
00:54:31: Ja!
00:54:32: Das ist der perfekte Vergleich, genauso es.
00:54:34: Also ich war noch nicht im Weltall noch nicht!
00:54:37: Ich würd's tun aber genau so ist es.
00:54:42: du bist irgendwann unter Wasser und dein Verstand sagt dir hey wir gehen immer tiefer.
00:54:47: also da gab's auch einen tiefen Messer bei uns.
00:54:50: Wir konnten schon schauen wie tief... wo sind wir eigentlich gerade tiefmäßig?
00:54:59: Aber man fühlt das nicht Was auch gut ist, weil würde man es fühlen, wird man implodieren.
00:55:05: Also man sitzt da drin in seiner Kapsel kann aber auch, weil es eben dunkel ist gar nicht mehr richtig erkennen wie tief man eigentlich gerade ist und man taucht und taucht.
00:55:19: Und
00:55:21: hatte der karlen ziel also wusste er wo der hin wollte
00:55:24: Absoderweise ja.
00:55:25: Also ich hab am Anfang eigentlich auch ganz naiv gedacht, wir cruisen da mal so ein bisschen rum aber der Mann kennt sich da unten aus wie andere Leute aus dem Haus gehen und wissen welche Straße in ihrer Nachbarschaft liegt.
00:55:36: und das Interessante ist da unten gar nicht mehr so viel zu sehen, wie zum Beispiel bei einem Korallenriff oder so.
00:55:46: Also er tut sich eine Mundlandschaft auf und die ist Karl eigentlich mit uns abgefahren.
00:55:51: Und der weiß dann genau da jetzt wenn du in diese Richtung guckst es noch eine Felswand und da vorne liegen drei Bierdosen gibt's leider auch da unten ist mir auch aufgefallen muss man echt sagen und da sind normalerweise die Heier und ach da liegt doch ein Pferdefuß.
00:56:05: da haben wir mal einen Köder gelegt und da wurde er dann auch so ein bisschen gesprächiger Und das Aller der kurzen Momente war, dass er einfach eiskalt einen Laser-Pointer rausgeholt hat.
00:56:17: Wir hatten unten dieses Bullauge und er hatte oben sein eigenes Bullaue und hat dann wie ein Lehrer in der Schule gesagt so wenn wir jetzt hier vorne gucken da ist die Pflanze sowieso und hier da unten was weiß ich was Fisch... Das war toll!
00:56:34: Ich meine das ist genau der Punkt wo ich denke wie toll es wird alles mit drei Kameras gefilmt haben, dass man es sich angucken kann.
00:56:43: Wie sieht das mehr eigentlich aus?
00:56:47: Ja wenn man vierhundert Meter in der Tiefe ist und es hat was ganz Feines!
00:56:54: Es ist... Dadurch dass es so tief ist, ist eigentlich jede Art von Leben absolut außergewöhnlich.
00:57:04: Also es ist nicht, aus dem Fenster guckt und die abgefahrensten Unterwasserfische sieht, sondern es ist auch sehr sperrlich.
00:57:14: Es ist ein bisschen wie eine Mondlandschaft... Und dann haben wir ne Seegurke gesehen!
00:57:20: Ich weiß nicht was ich mir vorhin an der Seegurt hervorgestellt habe aber das ist ein lucides transparentes fast hellblau leuchtendes Wesen, was sich vor uns gerekelt hat.
00:57:32: Karl hat nachher gesagt, dass Sexy Show abgezogen hat und wirklich direkt zwei Meter vor uns.
00:57:38: Das ist so dreißigvierzig Zentimeter lang vor uns getanzt hat.
00:57:45: Und man denkt einfach da unten ist nichts.
00:57:48: wovon lebst du wehlebst Du?
00:57:49: wie hast du dich da gehalten?
00:57:51: in der Tiefsee sind Arten und Lebewesen zu sehen, die es einfach wirklich geschafft haben auch vor uns Menschen sich entsprechend über Jahrmillionen zu verstecken.
00:58:04: Und darum sieht man da unten noch so ein Stück Ja Unendlichkeit was Zeit betrifft.
00:58:11: also das sind irgendwelche ganz feinen Schwämme Algen an der Wand Die Weil ist eben dort eigentlich so tot sein müsste absolut faszinierend sind.
00:58:24: mich hat dass komplett weggehauen.
00:58:30: Das konnte man sehen, ja?
00:58:31: Und auch das jetzt wo du es erzählt hast kriegt es nochmal total viel Lebendigkeit obwohl du sagst dass ist gar nicht so lebendig war da unten.
00:58:40: Wie lange wart ihr unterwegs?
00:58:42: Insgesamt zweieinhalb Stunden.
00:58:47: ich habe gedacht es wären dreißig Minuten.
00:58:49: Ja glaube ich dir
00:58:50: und Es ist eigentlich nicht viel passiert und trotzdem wird halt alles, was passiert viel größer.
00:58:58: Zum Beispiel sind wir, Karl kann dieses U-Boot mit Luft steuern also durch Luft nach links und nach rechts und nach oben und nach unten Und dann sind wir zwischendurch auf dem Boden aufgesetzt zum Beispiel und das klingt jetzt erst mal so Eure ja klar warum auch nicht.
00:59:20: aber in dem Augenblick Das ist so ein Schock du fährst da unten rum oder auf einmal macht es Und man denkt so, okay wenn wir jetzt haken und was kaputt geht, wir kommen nie wieder hoch.
00:59:31: Aber ich muss sagen da habe ich mich bei mich selber gewundert, ich war sehr resilient.
00:59:36: Ich habe gedacht gut wir sind hier unten, ich will sehen was da draußen passiert und den Rest blende ich komplett aus.
00:59:43: Das war das was ich dachte.
00:59:44: also hast du das noch im Kopf gehabt?
00:59:47: Dass auch alles gefährlich sein könnte oder ist es in dem Moment dann einfach total weg?
00:59:54: Vielleicht war es weg, bisher das erste Mal auf dem Boden aufgeschlagen.
00:59:57: Da war es kurz auf jeden Fall
00:59:59: wieder da.
01:00:01: Es war
01:00:01: bei mir etwas... Das klingt ein bisschen merkwürdig vielleicht?
01:00:06: Mich hat das auch so gekickt, dass ich gesagt habe, oh mein Gott bist du bekollopt cool!
01:00:12: So ein Gefühl.
01:00:13: Oh mein Gott, das ist lebensgefährlich abgefahren und es war mehr, dass es mit zwischendurch durch den Kopf gegangen ist wo ich bin und was passiert wenn jetzt irgendwas schief geht.
01:00:23: Aber das waren Bruchteile von Sekunden, dann habe ich das einfach wieder so weggeschickt.
01:00:29: Ich hab die Angst einfach weggesickt!
01:00:33: Also ich glaube auch, dass hat was damit zu tun, ob du wie sehr du in diese Welt eintaust und wie sehr dich diese Welt auch einnimmst.
01:00:39: vielleicht hat es dann einfach keinen Raum mehr.
01:00:42: Und irgendwann wird Kaya gesagt haben So wir sind durch Wir fahren wieder hoch?
01:00:47: Hat er nicht?
01:00:49: Hat
01:00:49: er nicht gesagt?
01:00:50: Nein, der hat das nicht gesagt.
01:00:51: Also schaut euch den Film an!
01:00:54: Wir haben da unten wunderschöne Dinge gesehen.
01:00:57: Fantastische Felswände die fünf sechs Meter einfach so in die Luft ragen und dann sind wir über... Oh Gott man hat das Gefühl man ist auf einer Insel und plötzlich stürzt es mehr einfach in die absolute Schwerze.
01:01:14: Und irgendwann fahren wir hoch Und das haben wir dann nur daran gemerkt, dass unser Tiefenmesser eben angezeigt hat.
01:01:21: Dass wir nach oben fahren.
01:01:24: und ich weiß noch, dass ich gedacht habe Ich will nicht!
01:01:27: Ich möchte gerne hier unten bleiben... ...und ich würde so gerne wissen wie das wohl von außen auch aussah.
01:01:36: Das ist halt was, was wir nicht filmen konnten Wie diese winzige im Vergleich zum Weltmeer dieses winzigen U-Boot mit diesen vier bekloppten da drin in gelb durch dieses unendliche mehr taumelt.
01:01:51: Also das muss völlig verrückt sein und ich habe gedacht, ich möchte gerne hier unten bleiben.
01:01:57: Hier ist es so friedlich!
01:02:00: Hier ist's so still, hier ist es zu ruhig... Und dann sind wir hoch.
01:02:06: Dann hat Karl was gemacht.
01:02:08: Da bin ich auch ohne Ankündigung.
01:02:10: Karl ist kein Mann der großen Worte.
01:02:12: Karl hat plötzlich draußen und drin das Licht ausgemacht.
01:02:19: Funzel, die mit der Technik zu tun hat.
01:02:22: Draußen die Scheinwerfer vom U-Boot und plötzlich hat er das Licht ausgemacht.
01:02:28: Absoluter Schwärze, absolute Ruhe!
01:02:32: Und plötzlich fängt es vor dem Bullauge an zu funkeln in... ich weiß nicht, gelb grün?
01:02:38: Ich kann's gar nicht sagen.
01:02:39: und das war floristierendes Plankton.
01:02:42: Wow.
01:02:42: Und dann sind wir in wenigem Aufzug in diesem U-Boot nach oben gefahren durch Dieses strahlende Plankton.
01:02:55: Es war... Ich weiß, ich werde fast ein bisschen kitschig!
01:02:58: Aber das war absurd atemberaubend schön.
01:03:04: Und irgendwann macht es plopp und man ist wieder oben und man sieht die Lichter vom Strand von diesem Ort an dem wir gewesen sind.
01:03:13: Die Lichter vorm U-Boot beleuchten die Wasseroberfläche von unten und man denkt oh ja alles gut gegangen.
01:03:23: Und dann sind es noch dreihundert, vierhundert Meter bis man wieder am Doc ist.
01:03:32: Es war aber auch in dem Moment als wir am Doc ankommen okay weil ich spreche für die anderen beiden und ich in diesem Augenblick gemerkt haben wie bewältig das ist.
01:03:44: Man isst da ein bisschen durch im Kopf und dann waren wir wieder da unsere draus gestiegen.
01:03:55: Ich kann auf jeden Fall sagen Wir haben uns dann von relativ schnell von Karl verabschiedet, also ich glaube auch für ihn ist es schon anstrengend.
01:04:07: Man merkt das unten nicht so aber wenn man da oben ist denkt man auf einmal was war das denn?
01:04:11: Und dann ist das wieder heiß und auf einmal ist man zurück.
01:04:13: und ich weiß doch dass der alleraller erste Gedanke war... Ich will das wiederhaben!
01:04:18: Das war mein erster Gedankel war, das kann nicht das letzte Mal gewesen sein Und wir waren dann vielleicht noch fünf oder zehn Minuten da vor Ort.
01:04:29: Wir müssen auch unser Equipment einpacken, man filmt dann auch nochmal wie wir uns verabschieden.
01:04:33: Das sieht man im Film und Vikaal und ich uns auch noch mal richtig festdrücken!
01:04:38: Ich war dieser Mann einfach dermaßen dankbar, dass er dieses Boot gebaut hat.
01:04:43: Ich war dem so dankbar dafür, dass es ihm so wichtig ist mit diesem Boot, der Eiderbell zum Naturschutz beizutragen.
01:04:55: Man hat, ich weiß nicht wie viele Tierarten entdeckt.
01:04:58: Ich war dem Team Galileo und allem auch so dankbar, dass ich das erleben durfte.
01:05:10: Und wir sind dann nachdem wir das Equipment eingepackt hatten – es dauert immer noch ein bisschen, da alles verstaut ist.
01:05:17: Dann sind wir was essen gegangen, das weiß ich noch!
01:05:22: Und wir drei haben da gesessen, ohne Karl.
01:05:24: Karl ist schlafen gegangen und unser Team, der Joschi, Basti und ich, also Kamera-Redakteur und ich als Haus, die haben uns dann hingesetzt, saßen an so einem Tisch und da kam eine total coole Honduras Köchin-Kellnerin und hat uns mit irgendwelchen Nachos versorgt... ...und wir konnten irgendwie gar nicht so richtig reden!
01:05:43: Wir waren einfach platt glücklich.
01:05:49: Und dann haben wir uns auch ein bisschen gefeiert, das muss ich auch zugeben.
01:05:51: Dann fanden wir uns cool, dass wir es durchgezogen haben.
01:05:59: Ich habe ja irgendwo im Intro mal die Frage gestellt warst du es wert?
01:06:03: Das ist das was ich aus dem Ziel, was du sagst, es war absolut alles total wert!
01:06:08: Und das hat absolut was.
01:06:10: Ich glaub, du hast dich dann in dem Moment auch noch bei deiner Schwester kurz gemeldet und gesagt, es ist gut gegangen oder?
01:06:15: Ja richtig!
01:06:16: Ich hab meiner Schwester geschrieben, hab gesagt ja war total toll wir sind wieder oben und sie war tatsächlich einen der wenigen die gesagt hat ich will das auch und ich habe gedacht okay vielleicht spare ich mir den ein oder anderen Urlaub.
01:06:35: nehmen Sie da für irgendwann mal mit dorthin.
01:06:38: Bei aller Kritik an Extrem-Tourismus extrem bedeutet hier eigentlich nur, dass man das normalerweise nicht bekommt.
01:06:45: Dass das Dinge sind die normalerweise nichts zu sehen bekommt und das Extreme ist eigentlich extrem erleben gewesen oder?
01:06:56: Ja etwas zu erleben, etwas erleben zu dürfen was eigentlich für den Menschen nicht möglich ist.
01:07:06: Jetzt gibt's aber auch noch so eine andere Seite der Medaille, über die ich mir auch Gedanken mache.
01:07:12: Ich möchte jedem Menschen wünschen das zu sehen und gleichzeitig wünsche ich diesem Ort nicht dass es geht!
01:07:20: Es klingt ein bisschen widersprüchlich.
01:07:22: Ja, ich verstehe es schon.
01:07:23: Aber...
01:07:25: Das muss man auch nochmal sagen, neben dem Erlebnis hat das U-Boot tauchen dort an diesem Ort wirklich eine wissenschaftliche Bedeutung Nehme davon.
01:07:36: Ist es auf jeden Fall auch diese Zerbrechlichkeit, diese Einzigartigkeit und wie schützenswert auch dieses Ökosystem ist?
01:07:45: Und ich habe so ein bisschen eine neue Leidenschaft gefunden.
01:07:50: Ich hab überlegt ob ich's dir zeigen soll.
01:07:53: Darf ich mal gerade was holen?
01:07:54: Das macht bei den Podcast normalerweise nicht!
01:07:56: Ich komm gleich... Gib mir eine Minute, warte!
01:08:04: Direkte Konsequenz aus diesem Erlebnis habe ich angefangen tauchen zu lernen.
01:08:12: Ach echt?
01:08:13: Ja, ich mache seit einigen Wochen meinen Tauchschein tatsächlich mit dem Wunsch und mich der Idee mich auch noch viel mehr mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
01:08:28: jedes Jahr in einen Tauchboot steigen wird mir sehr wahrscheinlich nicht vergönnt sein aber mehr von mehr zu sehen das habe ich mir vorgenommen.
01:08:40: dann hat es ja dich wirklich auch nachträglich so beeindruckt und dir noch mal einen total neuen Weg aufgezeigt.
01:08:46: Sehr voll cool!
01:08:47: Total, ich bin tatsächlich losgetiegert als ich wieder in meiner Heimat war habe mich nach einer Tauchschule umgesehen und hab das vor einigen Wochen angefangen mein Tauch schwer zu machen.
01:09:03: Michael ganz ganz lieben Dank dass du uns mitgenommen hast in die Tiefe und uns auch mitgenommen hast in die Tiefe deiner Empfindungen, weil sie waren ja aufwählig unglaublich deep.
01:09:13: Ganz ganz lieben Dank dafür!
01:09:14: Und danke dass wir diesen Podcast zusammen hatten und ich freue mich noch auf deine nächste Reise, auf dein nächstes Erlebnis... ...und ich hoffe, dass du das wieder mit uns teilst.
01:09:22: Ich danke dir auch und ich freu' mich darüber wenn sich viele Leute den Film angucken und auch wer fragen hat kann es sich total gerne bei Instagram beim melden.
01:09:35: über das Meer zu gehen.
01:09:37: Hab einen schönen Tag, liebe
01:09:45: Grüße!
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